Skaterhockey: Schuss vor den Bug
VON HOLGER - zuletzt aktualisiert: 01.05.2007Die SG Langenfeld Devils wären im Bayerischen Wald beinah doppelt gestolpert. Nach der 5:9-Niederlage in Deggendorf gewann der Spitzenreiter der 2. Skaterhockey-Bundesliga beim TSV Bernhardswald knapp mit 6:5.
Der Weg zurück in die höchste Klasse scheint für die SG Langenfeld Devils doch keine Spazierfahrt zu werden. Am Doppel-Wochenende der 2. Skaterhockey-Bundesliga Süd im Bayerischen Wald mussten die Teufel sogar ihre erste Saisonniederlage einstecken. Beim bisherigen Letzten Deggendorf Pflanz gabs ein 5:9 (0:5, 3:3, 2:1). Die Partie beim TSV Bernhardswald brachte wenigstens einen knappen 6:5 (2:0, 1:3, 3:2)-Sieg. „In Deggendorf haben wir uns einfach überrennen lassen. Es wird nicht so einfach, wie wir uns das vorgestellt haben“, stellte Devils-Sprecher Michael Kludig fest.
Langenfeld musste auf Dominic und Maurice Gladbach verzichten. Daneben wurde der verletzte Moritz Matzkies (Kreuzbandriss) im Angriff schmerzlich vermisst. „Wir können uns nicht nur auf zwei Spieler verlassen, die bei uns die Tore machen. Vor allem ist die Saison bei Moritz vorbei. Da muss das Team besser auftreten“, forderte Kludig.
Zerrissenes Feld
Die Devils hatten Glück im Unglück. Denn auch die Konkurrenz musste Federn lassen. Weil für Langenfeld bereits sieben Partien auf dem Konto stehen (11:3 Punkte) und die übrigen Teams hinterherhinken, fehlt der Tabelle noch die Aussagekraft. Zweiter sind die Crash Eagles Kaarst II (7:3).
Am 20. Mai (20 Uhr, Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium) greifen die Devils wieder ins Geschehen ein. Gegner sind dann die Kerpen Barracudas (Sechster/4:2).
Kein schönes Geschenk
Deggendorf legte im ersten Drittel den Grundstein zum Erfolg – 5:0. Anschließend war Langenfeld bemüht, aber die Hausherren verwalteten ihren Vorsprung sehr geschickt. Giacomo Cannoni (2), Tommy Melkko, David Jener und Michael Kludig trafen für den Spitzenreiter. „Eigentlich wollten wir mit einem Sieg den Geburtstag von Tommy feiern. Dafür hätten wir uns aber alle mehr anstrengen müssen“, sagte Kludig.
In Bernhardswald hatte der Spitzenreiter ein Plus: Der TSV handelte sich in der körperbetont geführten Partie 68 Strafminuten ein, Langenfeld nur 16. Beide Keeper bekamen reichlich zu tun und wehrten viele Fernschüsse ab. Kevin Stein (5.) und David Jener (16.) besorgten das 2:0, ehe Bernhardwald konterte – 1:2 (24.), 2:2 (27.), 3:2 (36.). Cannoni verwertete die Vorlage von Thomas Beilstein zum 3:3 (38.).
Last-Minute-Treffer
Das letzte Viertel brachte einen offenen Schlagabtausch. Kurt de Giorgi (42.) und Jost Henke (47.) besorgten zweimal die Devils-Führung, die der TSV jeweils ausglich (44./ 51.). Erst in der letzten Minute machte Jener alles klar – 6:5.
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