Umbau-Maßnahmen
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 11.10.2008Badminton-Bundesligist FC Langenfeld trifft auf den VfL 93 Hamburg und den 1. BC Bischmisheim. Ella Diehl ist wieder dabei, doch Andreas Wölk fällt aus. Dafür soll Philipp Wachenfeld sein Debüt in der höchsten Klasse geben.
Richtig glücklich scheinen in der Badminton-Bundesliga derzeit nur zwei Mannschaften zu sein. Der Tabellenführer 1. BC Beuel (6:0 Punkte) hat noch kein Spiel verloren und der Aufsteiger BV Gifhorn (5:1) bislang alle Erwartungen übertroffen. Das bekam zuletzt auch der FC Langenfeld (FCL) zu spüren, der als etabliertes Mitglied im Kreis der Top-Teams in Gifhorn mit 3:5 den Kürzeren zog. Langenfeld (4:2) gehört allerdings weiter zu den Anwärtern auf einen der vier Plätze in der Play-Off-Runde. Wo genau der FCL einzuordnen ist, dürfte der kommende Doppel-Spieltag aufzeigen. Der Dritte trifft morgen (15 Uhr, Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium) auf den Fünften VfL 93 Hamburg und tritt am Sonntag (14 Uhr) beim Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim an (Vierter/4:2).
Verschiebungen
In den vergangenen Jahren kamen immer nur vier Vereine für die Play-Off-Runde in Frage. Der 1. BC Bischmisheim, der 1. BC Beuel, die SG EBT Berlin und der FC Langenfeld bildeten einen exklusiven Klub. Jetzt scheint sich der BV Gifhorn heranzupirschen.
Berlin hat erst 1:5 Punkte, drei Zähler Rückstand auf Rang vier und trifft jetzt auf Gifhorn. Beuel wirkt souverän (6:0), Bischmisheim und Langenfeld (4:2) liegen grundsätzlich im Soll. Das direkte Duell könnte sehr reizvoll werden.
Während zuletzt die Russin Ella Diehl nicht zur Verfügung stand, muss jetzt Andreas Wölk zusehen. Den ohnehin inzwischen beruflich stark eingespannten Linkshänder plagen Muskelprobleme zwischen Fuß und Wade – sieht nicht ernst aus, verhindert jedoch ein Badminton-Match. „Schnelle Bewegungen und ein schneller Antritt sind nicht drin“, berichtet der 29-Jährige. Weil selbst eine Trainingspause wenig brachte, bleibt nur eine Konsequenz: „Es geht nicht.“
Vernünftige Alternative
Bundesliga-Obmann Günther Joppien schwebt als Lösung vor, einem Talent aus der zweiten Mannschaft (Regionalliga) die Chance auf einen Erstliga-Einsatz zu geben. Deshalb wird Philipp Wachenfeld (19) im dritten Herren-Einzel mit einiger Sicherheit zu seinem Bundesliga-Debüt kommen. „Philipp hat in den Ferien durchtrainiert“, sagt Joppien, „er ist in guter Form und eine vernünftige Alternative.“
Die Hürde Hamburg sollte für den FCL einen Pflichtsieg bringen, denn der VfL gewann bisher nur beim Schlusslicht Fortuna Regensburg – dem die Klassentauglichkeit völlig zu fehlen scheint. Langenfeld hat allein durch Przemyslaw Wacha und Björn Joppien ein deutliches Plus bei den Herren. Außerdem müsste Ella Diehl in Zusammenarbeit mit Kathrin Piotrowski für Damen-Punkte sorgen.
Europameisterin fraglich
Ein ganz anderes Kaliber ist der Meister aus Bischmisheim, der aber gegen Gifhorn und in Berlin jeweils nur ein 4:4 holte. „Das wird schwer für uns“, weiß Günther Joppien. Doch ausgerechnet die überragende deutsche Spielerin macht den Saarländern Sorgen. Xu Huaiwen, die zweimalige Europameisterin, leidet seit einiger Zeit unter den Folgen einer Mandel-Entzündung – und auch bei der Länderspiel-Serie gegen England fehlte sie in dieser Woche. Sollte Xu Huaiwen ausfallen, steigen die Aussichten des FCL.
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