Vollbeschäftigung
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 01.12.2006Badminton-Bundesligist FC Langenfeld gilt als einer der Titelfavoriten – und hofft im Heimspiel gegen den
TuS Wiebelskirchen auf einen möglichst schnellen Sieg. Die Partie bei Fortuna Regensburg dürfte enger werden.Keine Geschenke
Björn Joppien und Przemyslaw Wacha sind beim FCL seit Langem feste Größen. Die beiden Spitzenspieler liegen im Geburtstag (Joppien am 30. Januar 1981, Wacha 31. Januar 1981) und auch in der Weltrangliste (Plätze 25 und 24) äußerst eng zusammen.
Treten die Herren mal gegeneinander an, ruht die Freundschaft. In dieser Woche verbuchte Joppien beim Länderspiel gegen Polen in Warschau einen Prestigesieg, als er Wacha mit 21:14, 20:22 und 21:16 bezwang.
Eins ist sicher: Der Badminton-Bundesligist FC Langenfeld (FCL) steht vor einem arbeitsreichen Wochenende. Denn nach dem Heimspiel morgen (15 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) gegen den Letzten TuS Wiebelskirchen folgt ein ziemlich weiter Ausflug nach Bayern. Am Sonntag (13.30 Uhr) tritt Langenfeld beim Tabellenfünften Fortuna Regensburg an. „Vier Punkte sind Pflicht“, betont Günther Joppien, der Bundesliga-Obmann des FCL.
Die Mannschaft, die als einer der Titelfavoriten gilt, ging zuletzt in den direkten Vergleichen mit der Meisterschafts-Konkurrenz dreimal hintereinander leer aus – 4:4 gegen den 1. BC Beuel, 4:4 gegen den 1. BC Bischmisheim, 3:5 bei der SG EBT Berlin. Gerade die Niederlage in der Hauptstadt war so nicht eingeplant – und deshalb doppelt enttäuschend. Przemyslaw Wacha, Thorsten Hukriede und Andreas Wölk blieben weit hinter den Erwartungen – was sich in dieser geballten Form aller Voraussicht nach kaum wiederholen dürfte.
Joppien gegen Spitko
Der TuS Wiebelskirchen ist ein Abstiegskandidat – fünf Spiele, 0:10 Punkte. Vor zwei Wochen gabs sogar beim Aufsteiger TSV Neubiberg/Ottobrunn eine Niederlage (2:6). Damals fehlte allerdings Nationalspieler Roman Spitko, der jetzt wieder mit von der Partie ist. Der sechsmalige Deutsche Meister Björn Joppien, der in der Vergangenheit in Duellen mit Spitko nie sonderlich gut aussah, muss sich erneut auf viel Widerstand gefasst machen. Trotzdem liegen die Vorteile klar beim Langenfelder – was insgesamt fürs ganze Team gilt.
Günther Joppien rechnet mit einem Sieg – und hofft, dass der Erfolg schnell gelingen möge. Denn unmittelbar nach der Partie wollen die Langenfelder die Anreise nach Regensburg in Angriff nehmen, um dann auf halbem Weg übernachten zu können. „Wir müssen konzentriert zu Werke gehen“, weiß Joppien. Regensburg hielt in der vergangenen Saison allein durch den Rückzug des PSV Ludwigshafen die Klasse. Doch inzwischen ist die personell deutlich verstärkte Fortuna längst nicht mehr der hilflose Punktelieferant, der sich mal eben im Schongang besiegen lässt.
Pongratz gegen Wölk
Der Auftritt in Bayern wird für den FCL auch zu einer (Zeit-) Reise in die Vergangenheit – wegen Oliver Pongratz. Der 33-Jährige, der in Langenfeld lebt, wechselte vor dieser Saison vom SC Union Lüdinghausen nach Regensburg. Dort spielt der siebenmalige Deutsche Meister der Jahre 1993 bis 1999 „nur“ noch das dritte Herren-Einzel. Sein Treffen mit dem früheren Trainingspartner und Teamkollegen Andreas Wölk (FCL) dürfte zu den Höhepunkten gehören.
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