Warum Fabienne Deprez im Viertelfinale ausschied
VON MARIAN HAMACHER - zuletzt aktualisiert: 26.08.2008Das Teilnehmerfeld des Langenfeld-Cups war beeindruckend. Drei Tage lang testeten sich die besten Jugendspieler Europas beim internationalen Badminton-Jugendturnier des FC Langenfeld (FCL) in den drei Altersklassen U 15, U 17 und U 19. „Da es das erste Turnier der Saison ist, nehmen es die meisten als Standort-Bestimmung. Die Trainer wissen dann, mit welchen Spielern sie zu internationalen Turnieren fahren können und auf wen sie noch einwirken müssen“, erklärte Langenfelds Bundesliga-Obmann Günther Joppien, der für den Gastgeber an der Spitze des Organisationsteams stand.
In bester Frühform präsentierten sich wieder die Dänen, die in den Finalspielen die meisten Spieler stellten. In den vergangenen Jahren hatte Fabienne Deprez, Deutsche Meisterin U 19, positive Lichtblicke für die Langenfelder beigesteuert, doch diesmal blieb das Ausnahme-Talent erheblich hinter dem sonstigen Niveau. Die 16-Jährige, die gegen bis zu drei Jahre ältere Kontrahentinnen antreten musste, schied überraschend schon im Viertelfinale gegen die Engländerin Kate Robertshaw aus. „Fabienne hat sich in den Sommerferien eine Komplett-Regeneration gegönnt und die Zeit bis zum Turnier war ein bisschen knapp. Aber sie kommt wieder“, meinte Joppien.
Da Deprez als Mit-Favoritin auf Platz zwei gesetzt war, musste sie erst zur zweiten Runde einsteigen und gewann hier mühelos mit 21:18, 21:13 gegen Flurina Spühler (Schweiz). Auch gegen die Österreicherin Belinda Heber gabs einen glatten Zwei-Satz-Sieg (21:12, 21:12). Im Viertelfinale lieferten sich Deprez und Robertshaw einen harten Schlagabtausch. Die Langenfelderin gewann zwar den ersten Satz mit 21:17, doch die folgenden Abschnitte gingen ebenso eng an Robertshaw – 17:21, 18:21.
Höchstens Runde vier
Im Mixed U 19 war für Fabienne mit Nikolaj Persson (TSV Trittau) nach dem 14:21, 26:28 gegen die Dänen Lena Grebak/Niclas Nohr ebenfalls früh Schluss (dritte Runde). Raphael Beck, der wie Deprez und Fabian Scherpen am Stützpunkt Mülheim trainiert, musste im Mixed U 17 mit Kira Kattenbeck (TV Emsdetten) in der dritten Runde die Segel streichen. Im Herren-Einzel U 17 unterlag Scherpen in der vierten Runde (Achtelfinale) gegen Max Schwenger (TSV Lauf) mit 20:22, 9:21. Beck hatte gegen den Schweden Jonathan Ström das Nachsehen (20:22, 9:21).
Lotsen für Spieler
Um den Aufenthalt der insgesamt 480 Teilnehmer zu meistern, stand Turnierleiter Günther Joppien ein Organisationsteam von rund 50 Mitarbeitern zur Seite. „Wir haben das Turnier in bewährter Manier wieder gut über die Bühne bringen können“, fand Joppien zufrieden.
Verbesserungsbedarf sieht er allerdings noch beim Transport, den er gerne vereinfachen möchte. Für die Anreise hatte der FCL auch „Scouts“ aufgeboten, die Sportler von Düsseldorf aus per S-Bahn nach Langenfeld lotsten.
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