Was richtig Spaß macht
VON ROBERT DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 12.01.2009Badminton-Bundesligist FC Langenfeld kam gegen Aufsteiger BV Gifhorn zu einem 4:4-Unentschieden. Der eine Punkt genügte, um den Verfolger auf Distanz zu halten. Erst ein furioser Schluss-Spurt machte den Teil-Erfolg möglich.
Manchmal kann man sich selbst nach einem Unentschieden irgendwie als Sieger fühlen. Badminton-Bundesligist FC Langenfeld (FCL) hatte nach dem 4:4 gegen den BV Gifhorn dazu gleich mehrere Gründe. Denn durch herbe personelle Probleme war die Punkteteilung ohnehin das scheinbar maximal Erreichbare. Und als die Gastgeber zwischenzeitlich mit 1:4 hinten lagen, war selbst dieses Ziel in höchster Gefahr. Doch in den letzten Partien zeigten die FCL-Akteure noch einmal alles – und es reichte tatsächlich zum Remis, das Langenfeld auf dem Weg zur Play-Off-Runde um Deutsche Meisterschaft einen großen Schritt voranbringt. „Das war wohl unser Einzug“, hofft Günther Joppien. Der erleichterte Bundesliga-Obmann des FCL wusste genau, wie wichtig der eine Punkt gegen den direkten Konkurrenten war. Und am Ende wirkte Joppien sogar begeistert: „So macht Badminton Spaß.“
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Im Rennen um die vier Play-Off Plätze für die Deutsche Meisterschaft scheinen der 1. BC Beuel (16:2 Punkte) und der 1. BC Bischmisheim (13:5) gesetzt. Der FC Langenfeld hat nun als Dritter eine glänzende Ausgangsposition für den Liga-Endspurt (12:6).
Den nächsten Schritt will der FCL beim VfL 93 Hamburg machen (Samstag, 7. Februar, 14 Uhr). Die SG EBT Berlin (9:9) und Gifhorn (8:8) werden wohl um den letzten freien Platz kämpfen.
Krank, verreist, angeschlagen
Den Gastgebern fehlten Kathrin Wanhoff (krank), Fabienne Deprez (wegen der zeitgleichen Westdeutschen Jugendmeisterschaften nicht spielberechtigt) und Przemyslaw Wacha (auf Turnieren in Asien). Dazu waren Ella Diehl und Andreas Wölk krankheitsbedingt angeschlagen. Außerdem trugen die Gifhorner über die gesamte Spieldauer ihren Teil zu einem richtig spannenden Kampf bei.
Maurice Niesner und der starke Engländer Robin Middleton ließen Björn Joppien und Thorsten Huk-riede im ersten Herren-Doppel keine echte Chance. Besser machte es das zweite Herren-Doppel. Mike Joppien und der 19-jährige Philipp Wachenfeld verkürzten auf 1:2. Weil Damen-Doppel, Damen-Einzel und zweites Herren-Einzel ebenfalls an den Aufsteiger gingen, sah die Sache beim 1:4 sehr düster für den FCL aus.
Die Aufholjagd starteten Mike Joppien und Ella Diehl im Mixed, das die Langenfelder richtig souverän gestalten konnten. Das erste Herren-Einzel von Björn Joppien glich einer Berg- und Talfahrt der Gefühle. Am Ende von drei Sätzen stand auch mit etwas Glück der FCL hauchdünn als Sieger da – 3:4.
Finale mit Fremdgänger
Der Boden für Thorsten Hukriede war bereitet. Der Doppel- und Mixed-Spezialist musste wegen der vielen Ausfälle auf fremdem Terrain ran. Im dritten Herren-Einzel lieferte der 32-jährige Routinier einen klasse Kampf – und er spielte in den entscheidenden Momenten einfach cleverer als sein Gegner Jan-Patrick Helmchen. Weil der Langenfelder nach drei Durchgängen die Oberhand behielt, durfte sich der geschwächte FCL am Ende irgendwie als Sieger fühlen.
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