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Handball: Wenig Glanz, viel Schonkost

VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 21.03.2011

Der Handball-Verbandsligist SG Langenfeld kochte oft auf Sparflamme, gewann aber als Spitzenreiter beim 31:14 gegen den Aufsteiger TV Angermund noch erwartungsgemäß deutlich. Nachwuchskeeper Fabian Bremer hielt stark.

Objekt der Begierde: Andreas Nelte (Nummer 82) ließ sich als Kreisläufer mal wieder äußerst ungern das Spielgerät wegnehmen.  Foto: RPO
Objekt der Begierde: Andreas Nelte (Nummer 82) ließ sich als Kreisläufer mal wieder äußerst ungern das Spielgerät wegnehmen. Foto: RPO

Irgendwie war es doch so oder ähnlich zu erwarten. Der Handball-Verbandsligist SG Langenfeld (SGL), vor einer Woche noch triumphaler 25:18-Sieger im Spitzenspiel beim Zweiten Unitas Haan, schaltete jetzt einfach den einen oder anderen Gang runter. Deshalb blieb der Spitzenreiter gegen den Vorletzten TV Angermund vieles schuldig, sicherte sich aber nach einer vor allem in der zweiten Hälfte äußerst einseitigen Partie einen 31:14 (13:8)-Sieg. Trainer Heino Kirchhoff war beim Blick auf die Anzeigetafel einigermaßen überrascht: "Ich finde es erstaunlich, dass man so schlecht spielen und trotzdem so hoch gewinnen kann."

Stefan Wagener kam wegen einer im Training beim Fußball erlittenen Fußverletzung nicht zum Einsatz, während Fabian Düllberg aus privaten Gründen (Familienfeier) einen Sonderurlaub wahrnehmen durfte. Dennoch standen elf Feldspieler zur Verfügung – die sich allerdings eine längere Anlaufzeit genehmigten und über die gesamte Partie erstklassige Chancen versiebten. Drei frühe Belege: Vinzenz Preissegger (1.) und Christian Majeres (2.) eröffneten den Abend mit verpassten Großchancen, ehe Matthias Herff beim Stande von 2:1 einen Siebenmeter verwarf (5.).

Info

Vorsprung beruhigend

Die SG Langenfeld liegt mit jetzt 36:2 Punkten weiter unangefochten auf Titel- und Aufstiegskurs. Hinter dem Ersten folgt Unitas Haan, das bei 30:6 Zählern bereits einen beträchtlichen Rückstand hat. Der Dritte TuS Lintorf (26:10) kann dem Tabellenführer nicht mehr gefährlich werden.

Eine der schwierigeren Rest-Aufgaben wartet am nächsten Samstag (18 Uhr). Dann gehts zum Achten HSG Rade/Herbeck, der oft ein sehr unbequemer Gegner ist – wie beim 29:24 in der Hinrunde.

Einfaches Rezept

Weil die Gäste eher harmlos blieben, behielt die SGL mühsam die Kontrolle – 4:2 (8.), 7:5 (13.), 10:5 (18.), 11:8 (24.), 13:8 (30.). Aus dem 15:9 (33.) machten dann sechs Treffer innerhalb von gut fünf Minuten in der besten Phase das 21:9 (39.). Das Rezept sah meist sehr simpel aus: Die SGL gewann hinten dank der besten Abwehr der Liga immer wieder den Ball – und überrollte Angermund durch Tempogegenstöße.

Hätte der Favorit konsequenter abgeschlossen, wäre sicherlich die 40-Treffer-Marke gefallen. Ab dem 25:10 (45.) stand jedoch vor allem reine Verwaltungsarbeit im Vordergrund. "Das Spiel hat gezeigt, warum wir aufsteigen müssen", fand Kirchhoff, "wir brauchen eine neue Herausforderung." Die Note eins verdiente sich auf jeden Fall der aus der A-Jugend aufgerückte Keeper Fabian Bremer (18), der in der zweiten Halbzeit für Tobias Hanke zwischen die Pfosten rückte.

Geschonter Wille

Als bester Feldspieler tat sich Regisseur Fabrice Voigt hervor, der vier Treffer und zahlreiche Ideen beisteuerte. Insgesamt beteiligten sich immerhin alle eingesetzten Spieler an der Trefferausbeute. Leer ging lediglich der nicht eingesetzte Kai Wille aus, der sich nach gerade überstandener Kreuzband-Verletzung problemlos schonen konnte.

SG Langenfeld: Hanke, Bremer – Kniesche (3), Majeres (5), Rosiak (7/5), Wille, Preissegger (3), Justen (1), Klimke (1), Herff (3), Daun (1), Voigt (4), Nelte (3).

Quelle: RP

 
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