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Handball: Wie ein Endspiel

VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 19.11.2011

Handball (RP). Handball-Oberligist SG Langenfeld sieht auf Rang drei ganz gut aus. Die Partie gegen den TV Jahn Hiesfeld hat trotzdem enorm viel Bedeutung. Für Trainer Heino Kirchhoff wäre bei einem Sieg schon der Klassenerhalt klar.

Mittendrin: Rückraumspieler Dawid Rosiak (Mitte/mit Ball) und seine Langenfelder können grundsätzlich jede Abwehr stark beschäftigen.  Foto:  Matzerath
Mittendrin: Rückraumspieler Dawid Rosiak (Mitte/mit Ball) und seine Langenfelder können grundsätzlich jede Abwehr stark beschäftigen. Foto: Matzerath

Mancher würde es sogar Finale nennen. Das klingt zunächst ziemlich erstaunlich, denn der Handball-Oberligist SG Langenfeld (SGL) liegt mit 10:4 Punkten immerhin auf Rang drei. Außerdem trifft der Klassen-Neuling heute (18.30 Uhr, Halle Konrad-Adenauer-Gymnasium) doch "nur" auf den Elften TV Jahn Hiesfeld (6:10). Genau deshalb ist SGL-Trainer Heino Kirchhoff aber voll auf die Aufgabe fokussiert. "Das ist für uns ein ganz wichtiges Spiel", sagt der Coach, "wir stehen am Scheideweg." Für Langenfeld gehts aber keineswegs darum, größere Ansprüche auf einen der Spitzenplätze anzumelden.

Das Duell bietet dafür die Chance, sich praktisch schon aus dem Kampf um den Klassenerhalt zu verabschieden. "Wenn wir gewinnen, haben wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun", findet Kirchhoff, den die Tabelle bestätigt. Auf den Abstiegsplätzen sind derzeit HSG Düsseldorf II (6:10 Zähler), SG Solingen BHC 06 II (5:11), Mettmann-Sport (4:10) und TV Lobberich (3:11) zu finden.

Info

Volles Programm

Die Aufgabe gegen Hiesfeld ist für die SG Langenfeld der Start zu einem anspruchsvollen Jahres-Endspurt. Vor Weihnachten gibt es noch sechs Spiele und bereits am Dienstag (20.15 Uhr) gehts bei der HG Remscheid weiter.

Auch der Rest hat es dann echt in sich. Langenfeld spielt gegen den TV Aldekerk (26. November), bei Borussia Mönchengladbach (3. Dezember), gegen Mettmann-Sport (10. Dezember) und bei TuSEM Essen II (18. Dezember).

Deutliche Vorteile

Durch einen Erfolg über Hiesfeld könnte die SGL ein weiteres Team deutlich hinter sich halten – und einen zusätzlichen Nachweis seiner Vorteile gegenüber der gefährdeten Konkurrenz liefern. In Düsseldorf (24:14), in Solingen (31:29) und gegen Lobberich (35:24) gabs ja schon drei passende Ergebnisse.

Die Gäste aus Hiesfeld dürfen allerdings nicht als Laufkundschaft gelten – im Gegenteil. Der Verein aus Dinslaken ist doppelt gefährlich, weil er sich kaum einschätzen lässt. Zuletzt gab es ein 30:32 beim Letzten Lobberich und eine Woche später das 31:28 gegen die DJK Adler Königshof, die eigentlich als Titelkandidat gilt. Der SGL gelang zwar vor ihrem freien Wochenende was Ähnliches (36:33), doch dürfte auf höchste Vorsicht geboten sein.

In einem Test beim Mittelrhein-Oberligisten Bayer Dormagen II (Zweiter) stellte Langenfeld mit einem 32:28 (20:16) unter Beweis, dass die Form stimmt. "Das war ordentlich", fand Kirchhoff, der wie sein Kollege Walter Haase einiges ausprobierte. Der SGL fehlten in Vinzenz Preissegger (privat verhindert) und Niklas Körner (Studium) sogar zwei Stammkräfte, die jedoch gegen Hiesfeld an Bord sind.

Sorgen um Willes Knie

Matthias Herff und Tobias Kottwitz (jeweils nach Kreuzbandriss) werden dagegen ebenso zusehen müssen wie Kai Wille. Kirchhoffs bisher spielender Co-Trainer erlitt am vergangenen Wochenende bei seinem Einsatz in der Zweiten (Landesliga) eine Knieverletzung (wir berichteten), die sich bei einer genaueren Untersuchung als größter anzunehmender Unfall entpuppte: vorderes Kreuzband gerissen, Innenband gerissen, Knochen geschädigt (Delle im Gelenkkopf).

Quelle: RP


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