Zeit für Genießer
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 17.12.2007Badminton-Bundesligist FC Langenfeld verlor das Prestigeduell gegen den 1. BC Beuel mit 3:5. Aber die Partie
bot oft Unterhaltung vom Feinsten – besonders im Herren-Einzel zwischen Przemyslaw Wacha und Wu Yunyong.Es geht doch. Und auch die oft so triste Normalrunde in der Badminton-Bundesliga kann feinste Unterhaltung bieten. Die rheinischen Rivalen FC Langenfeld (FCL) und 1. BC Beuel traten den besten Beweis dafür an, als sie sich gestern ein Duell auf höchstem Niveau lieferten – das die Gastgeber knapp mit 3:5 verloren. Das Ergebnis tat den Langenfeldern am Ende zwar weh, richtete jedoch keinen großen Schaden an. Der Spitzenreiter EBT Berlin (17:3 Punkte), der Titelverteidiger 1. BC Bischmisheim (16:4), Beuel (14:6) und der FCL (13:7) sind schon jetzt fast sicher für die Play-Off-Runde gebucht, in der die stärksten vier Mannschaften 2008 den Meister ermitteln.
Günther Joppien wertete den Auftritt der Gäste, die ihr Nachholspiel am Tag zuvor beim Vorjahresmeister Bischmisheim ebenfalls mit 5:3 gewonnen hatten, als bärenstark. „So wird Beuel Deutscher Meister“, urteilte Joppien. Dass es nicht wenigstens zu einem Unentschieden kommen konnte, stand ziemlich früh fest. Björn Joppien/Przemyslaw Wacha verloren das erste Herren-Doppel, während Kamila Augustyn/Ella Diehl ihr nicht überzeugendes Damen-Doppel abgeben mussten – 0:2.
Der Rückkehrer
Der Weltreisende Andreas Wölk ist zurück in Langenfeld. Der Linkshänder, der viereinhalb Monate unterwegs war, spielte am Wochenende auch schon wieder – allerdings im Regionalligateam des FC Langenfeld (FCL).
Insgesamt mindestens neun Einsätze in einer FCL-Mannschaft braucht Wölk, um in der Play-Off-Runde mitwirken zu können. Und der FCL braucht seinen „verlorenen Sohn“, um die Chancen aufs Weiterkommen zu erhöhen.
Begeisterte Fans
Einen Sieg nahmen alle mit, die Augenzeuge das Spitzen-Einzels zwischen Przemyslaw Wacha und dem Beueler Chinesen Wu Yun-yong wurden. Vor allem der erste Satz gehörte in die Kategorie atemberaubend. Die Profis zauberten und rissen die Fans auf der Tribüne immer wieder zu Begeisterungsstürmen hin. Dass Wacha den engen Durchgang mit 27:25 für sich entschied, machten den Krimi aus Langenfelder Sicht noch etwas angehnehmer. Den zweiten Satz hatte der Pole dann erstaunlich locker im Griff. Sein Punkt war das 2:2, weil zuvor Mike Joppien/Thorsten Huk-riede das zweite Herren-Doppel nach Hause gearbeitet hatten. Durch den Sieg von Ella Diehl im Damen-Einzel lagen die Gastgeber plötzlich sogar mit 3:2 vorne.
Verlorene Konzentration
Bei ein bisschen mehr Glück hätte der Deutsche Meister Björn Joppien (FCL) im Einzel-Duell mit seinem nationalen Top-Konkurrenten Marc Zwiebler wenigstens den vierten Zähler geholt. Aber nach der 20:15-Führung gabs beim Stande von 21:21 eine umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung, die den Langenfelder kurzzeitig zu stark beschäftigte – 21:23. Anschließend lief im zweiten Durchgang nach dem 14:14 nicht mehr besonders viel zusammen. Im Kampf um die Meisterschaft muss allerdings alles für Langenfeld passen. Sonst geht der Titel auch 2008 an einen anderen.
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