Fußball: Zu Hause angekommen
VON HOLGER BESSLICH - zuletzt aktualisiert: 08.11.2008Die Karriere von Patrick Siegbert hat durchaus was von den Stationen eines Wandervogels, denn es gab bisher kaum eine Saison ohne einen Vereinswechsel des Monheimers.
Beim Fußball-Bezirksligisten FC Monheim (FCM) dürfte der 24-Jährige, der früher für viel höhere Ziele in Frage zu kommen schien, nun aber einen festen Platz gefunden zu haben. Vor der Partie gegen Türkgücü Remscheid (morgen, 14.30 Uhr, Rheinstadion) tritt der Verteidiger im Tippspiel gegen die Lokalsport-Redaktion der Rheinischen Post an. „Ich bin kein guter Tipper. Bei den letzten Champions-League-Spielen hatte ich nur zwei von acht richtig“, gesteht Siegbert.
Der ausgebildete Automobilkaufmann sieht seine Laufbahn im Rückblick nicht nur negativ. „Ich bereue keinen Wechsel, aber mit etwas Abstand würde ich mir vielleicht den einen oder anderen überlegen. Jeden Wechsel in der Jugend oder auch im Seniorenbereich habe ich getan, um mich weiterzuentwickeln. Jetzt bin ich sehr zufrieden und fühle mich wohl“, betont Siegbert. Nach einer kurzen Zeit in der FCM-Jugend wechselte er über Fortuna Düsseldorf und den KFC Uerdingen zu Bayer Leverkusen. Als der Wechsel zurück nach Uerdingen im ersten Jahr bei den A-Junioren platzte, lief der Ex-Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums (Abitur 2003) beim damaligen Kreisligisten SC Leichlingen neben Ex-Profi Andrzej Buncol (Bayer Leverkusen) unter der Leitung von Trainer Heiko Scholz auf.
Auch Richrath eine Etappe
„Ich bin nach Leichlingen, weil ich sonst vereinslos gewesen wäre. Heiko kannte ich aus seiner Funktion als Jugendtrainer. Dort habe ich viel gelernt. Diese Erfahrungen konnte ich in der A-Jugend-Regionalliga beim Wuppertaler SV gut einsetzen“, erzählt der gelernte Spielmacher. Um Beruf und Sport miteinander verbinden zu können, ging Siegbert dann zum jetzigen Landesligisten TuSpo Richrath (mit dem er damals von der Verbandsliga bis in die Bezirksliga abstieg).
Beruflich ist Patrick Siegbert inzwischen in einer anderen Branche tätig, Statt Autos verkauft er nun hochwertige Immobilien. Aus diesem Grund ist der leidenschaftliche Musikfan oft auf Achse: „Da bin ich viel unterwegs und kann auf der Fahrt zu Kundenterminen immer und viel Musik hören“, sagt Siegbert. Auch gegen Remscheid möchte er so gut wie möglich unterwegs sein – damit der FCM für den weiteren Kampf um die Meisterschaft und den Aufstieg einen Dreier holt.
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