Badminton: Zum Gipfel im Norden
VON MICHAEL DEUTZMANN - zuletzt aktualisiert: 25.09.2008Badminton-Bundesligist FC Langenfeld liegt voll im Soll. Beim BV Gifhorn muss der Zweite aber aufpassen. Der Aufsteiger brachte zuletzt Titelverteidiger Bischmisheim an den Rand einer Niederlage und ist überraschend Dritter.
Das Rheinland dominiert die Badminton-Bundesliga und ein belebendes Element steht auch zur Verfügung. Die Dauer-Rivalen 1. BC Beuel und FC Langenfeld (FCL) führen nach zwei Spieltagen verlustpunktfrei die Tabelle an – was grundsätzlich keine Überraschung ist. Dahinter folgt aber auf dem dritten Platz der ebenfalls unbesiegte Aufsteiger BV Gifhorn (3:1 Zähler). Und daraus folgt, dass die Partie des FCL am Sonntag (14 Uhr) in Norddeutschland erstens kein Selbstläufer und zweitens das Top-Spiel ist – sogar vor dem Treffen der Titelkandidaten SGB EBT Berlin (Sechster/0:4) und Bischmisheim (Vierter/3:1). „Gifhorn ist ernst zu nehmen“, weiß Langenfelds Bundesliga-Obmann Günther Joppien.
Jeder Punkt zählt
Oberstes Saisonziel des FC Langenfeld ist die Play-Off-Runde um die Meisterschaft (mindestens Platz vier). Langenfeld will schnell so viele Punkte wie möglich holen, um gegen Rückschläge was auf der hohen Kante zu haben.
Nach Gifhorn folgt das Spiel gegen den VfL 93 Hamburg (11. Oktober). Dann gehts zu den bislang glanzlosen Bischmisheimern (12. Oktober). Klar: 8:0 Punkte wären eine ideale Ausgangs-Position.
Saison ohne Niederlage
Der BV holte zuletzt beim Titelverteidiger Bischmisheim (ohne Europameisterin Xu Huaiwen angetreten) ein 4:4 und stand nach seiner 4:1-Führung vor einer noch dickeren Überraschung. Top-Spielerin der Norddeutschen ist die junge Weißrussin Olga Konon, die in der vergangenen Zweitliga-Saison eine unglaublich gute Bilanz erzielte. Die 18-Jährige blieb in allen 22 Einsätzen unbesiegt – zehn Mal im Einzel, drei Mal im Damen-Doppel, neun Mal im Mixed.
„Das wäre selbst für Ella ein schwierige Aufgabe“, findet Joppien. Wäre klingt irgendwie nach einem Haken, der in diesem Fall das Turnier in Brünn (Tschechien) bezeichnet. Dort ist die für den FCL spielende Russin Ella Diehl gerade bei den Czech International im Einsatz und besitzt gute Chancen, das Finale am Sonntag zu erreichen. Dann stünde sie Langenfeld naturgemäß nicht zur Verfügung.
Noch Luft nach oben da
Ein Plus hat der FCL in den Spielen mit Herren-Beteiligung. Przemyslaw Wacha und Björn Joppien sind selbst gegen beste Konkurrenz immer für Einzel- und Doppel-Punkte gut. Außerdem haben die Doppel- und Mixed-Spezialisten Thorsten Hukriede/Mike Joppien für die weitere Saison ebenso Luft nach oben wie Andreas Wölk im dritten Herren-Einzel. Günther Joppien formuliert das Ziel für die Aufgabe Gifhorn trotzdem diplomatisch: „Wir werden gewinnen wollen.“ Das dürfte belebend sein – aber keine Überraschung.
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