Meerbusch: 10 Millionen für Kita-Ausbau
VON JAN POPP-SEWING - zuletzt aktualisiert: 18.06.2009Düsseldorf (RPO). Auf Meerbuschs Kindergärten kommt bis 2013 die größte Umbau-Aktion der Stadtgeschichte zu. Ziel: ein besseres Angebot und mehr Plätze für Unter-Dreijährige und Behinderte. Der Jugendhilfeausschuss stimmte zu.
"Wir kommen einen großen Schritt weiter", sagt Jugenddezernentin Angelika Mielke-Westerlage: Das Angebot an Kindergartenplätzen soll besser an die Bedürfnisse von Familien angepasst werden. Auf Stadt und Träger kommen reihenweise Um- und mehrere Neubauten zu. Das Ganze kostet mehr als zehn Millionen Euro und wird erst durch Bundeszuschüsse von mindestens 4,6 Millionen Euro möglich. Die Stadt muss in mehreren Fällen Trägern massiv unter die Arme greifen und freiwillig eine Million Euro zuschießen.
2013 sollen Plätze für 298 Unter-Dreijährige (U3) und 1239 Plätze für ältere (Ü3) vorgehalten werden, zurzeit werden 167 U3-Kinder eher provisorisch betreut. Statt drei soll es fünf integrative Gruppen geben.
Die Projekte im einzelnen:
Katholische Gemeinde Büderich: 2010 sollen in der Einrichtung Karl-Borromäus Räume angebaut werden, für 16 Kinder U3 und 59 Ü3. Das Marienheim wird umgebaut, um 12 Kinder U3 und 73 Kinder Ü3 aufzunehmen (Kosten: 627 000 Euro). Kirche und Bund finanzieren das Projekt gemeinsam. Auch das Montessori-Kinderhaus wird ausgebaut (für sechs Kinder und 37 Ü3).
Evangelische Gemeinde Büderich 2010/11 Neubau einer Einrichtung für 28 Kinder U3 und 42 Kinder Ü3 für 1,3 Mio. Der Bund gibt 500 000, die Kirche 426 000 Euro, den Rest von 370.000 übernimmt freiwillig die Stadt. Beiden bisherigen Kitas werden danach geschlossen.
Kita Sonnengarten (städtisch) 2012/13 Umbau zur Betreuung von 12 Kindern U3 und 96 Kindern Ü3 für 85.000 Euro.
Kita Lummerland (städtisch) 2010/11 Anbau zur Betreuung von 12 Kindern U3 und 73 Kindern Ü3 für 510.000 Euro.
Kita Fronhof (städtisch) 2010 Ausbau für 220 000 Euro zur Betreuung von 16 Kindern U3 und 52 Kindern Ü3.
Kath. Gemeinde St. Nikolaus Anbau zur Betreuung von 16 Kinder U3 und 59 Kindern Ü3. Kosten: 288.000 Euro. Da die Gemeinde ihren Anteil nicht stellen kann, muss die Stadt 144.000 Euro zuschießen.
Ev. Gemeinde Osterath Neubau 2010 oder 2011/12 an der Insterburger Straße für vier Gruppen. Kosten: 1,3 Millionen. Die Gemeinde zahlt davon 311 000 Euro.
Kita Knirpsmühle (städtisch) Umbau zur Betreuung von 6 Kindern U3 und 59 Kindern Ü3 für 70 000 Euro.
Kita Rasselbande (städtisch) Anbau für 18 Kinder U3 und 87 Kinder Ü3. Kosten: 575 000 Euro, der Bund übernimmt 324.000 Euro.
Kath. Gemeinde St. Stephanus Ausbau für 12 Kinder U3 und 51 Kinder Ü3. Kosten: 253.000 Euro, Gemeinde zahlt 37 000, der Bund 216.000.
Ev. Gemeinde Lank 2010 Ausbau zur Betreuung von 18 Kindern U3 und 42 Kindern Ü3. Kosten: 653 000 Euro. Die Gemeinde zahlt 182 000 Euro, die Stadt gibt 146.500.
Kita Tabaluga (städtisch) 2010 Anbau zur Betreuung von 16 Kindern U3 und 60 Kindern Ü3. Kosten: 585.000 Euro.
Kita Unter'm Regenbogen (städtisch) Anbau 2011: Es entstehen Räume für 28 Kinder U3 und 65 Kinder Ü3. Bundeszuschuss: 378.000 Euro.
Kath. Gemeinde St. Franziskus Ausbau von Räumen für 12 Kinder U3 und 28 Kinder Ü3 für 207.000 Euro, finanziert durch Bund und Gemeinde.
Kiga 71 e.V. An der Strempe 2010 Ausbau zur Betreuung von 16 Kindern U3 und 37 Kindern Ü3. Kosten: 290 900 Euro. Die Stadt gibt 128 900 Euro, der Bund 162 000. Die Stadt will die Einrichtung erwerben. Wenn die Zahl der Kinder in Ossum-Bösinghoven weiter abnimmt, sollen entweder die Kita 71 oder der Kindergarten Am Nussbaum 2012/13 geschlossen und die verbliebene Einrichtung um eine Gruppe erweitert werden.
Neubau Strümper Busch Für das Neubaugebiet Strümper Busch und die Umgebung soll 2012/13 eine neue Einrichtung für vier Gruppen, davon zwei integrative, entstehen. Mit dem künftigen Träger wird noch verhandelt.
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