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Meerbusch: Befreite Bussarde kämpfen ums Überleben

zuletzt aktualisiert: 11.02.2009

Düsseldorf (RPO). Der Gesundheitszustand der beiden befreiten Bussarde sei sehr schlecht, berichtet Norbert Wolf, Leiter der Auffangstation für Wildtiere in Grevenbroich. Die beiden geschlechtsreifen Vögel seien durch die Gefangenschaft in einem viel zu kleinen Käfig erheblich verletzt.

Der Mäusebussard bewohnt vor allem kleine Waldgebiete mit angrenzenden, offenen Landschaften.  Foto: RPO
Der Mäusebussard bewohnt vor allem kleine Waldgebiete mit angrenzenden, offenen Landschaften. Foto: RPO

"Vielleicht müssen wir einen Bussard einschläfern lassen", befürchtet Wolf, der seit 24 Jahren in der städtischen Einrichtung beschäftigt ist.

Die Tiere wurden nach einer Anzeige des Büderichers Thomas Nachtigal mit Hilfe der Polizei vom Kreisveterinäramt beschlagnahmt und in die Obhut von Wolf übergeben. In den Fall schaltete sich auch der Leiter der Stabsstelle für Umweltkriminalität im Landesministerium, Jürgen Hinzmann, ein.

Wie Wolf gestern berichtete, hätten sich die Bussarde im Draht die Krallen abgebrochen und zum Teil auch ausgerissen. Eines der Tiere habe sich seinen Flügel blutig geschlagen und das Gewebe so tief verletzt, dass dort die Schwungfedern fehlten und es nicht sicher sei, dass sie noch nachwachsen. "Dann müsste der Greifvogel eingeschläfert werden", sagt Wolf.

Im Moment würden die Bussarde von einem Tierarzt unter anderem mit Antibiotika behandelt. "Unser Ziel ist es, die Tiere gesund zu pflegen und wieder in den Vermehrungskreislauf einzugliedern", erklärt Wolf. Dass die Tiere noch eine Überlebenschance haben, verdanken sie wahrscheinlich dem energischen Eingreifen des Meerbuschers und des Chefermittlers im Umweltministerium. Der tatverdächtige 40-jährige Düsseldorfer mache keine Angaben, sagte Polizeisprecher Hans-Willi Arnold. Der Fall gehe nun an die Staatsanwaltschaft.

Quelle: RP

 
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