Meerbusch: Beifall für König Klaus
VON ALEXANDER RUTH - zuletzt aktualisiert: 08.09.2009Düsseldorf (RPO). Der Führer des Rebellenzugs feierte als Regent der St. Pankratius-Schützenbruderschaft in Ossum-Bösinghoven das größte Fest seit vielen Jahren. Zahlreiche Kompanien aus den Nachbarorten nahmen teil.
Bösinghoven "Mögen die Spiele beginnen", ruft Harald Ziebarth in sein Mikrofon und richtet den Blick aufs Publikum, das den Startschuss mit Beifall quittiert. Der Geschäftsführer der St. Pankratius Schützenbruderschaft Ossum-Bösinghoven 1757 hat mit seiner Ansage die große Parade des Schützenfestes eröffnet. Entlang der Von-Arenberg-Straße stehen viele Hundert Schaulustige, um das bunte Spektakel zu verfolgen. Überall wehen Fähnchen. Kinderlachen mischt sich mit fröhlichen Gesprächen der Erwachsenen. Pünktlich kommt die Sonne raus. Die Parade zu Ehren von König Klaus I. Höttges (43) und Königin Tina I. (43) kann beginnen.
Königshaus 2009
König Klaus I. "Hötti" Höttges mit Ehefrau Tina I.; Minister Andreas Knaup mit Ehefrau Andrea und Minister Frank Werres mit Ehefrau Andrea.
Prinz ist Christoph Kokot mit Prinzessin Claudia Reis. Hofdamen sind Janine (19), Jacqueline (17) und Isabel (13) Höttges sowie Fabienne Haslach (14).
"Es ist ein tolles Gefühl", sagt Klaus I. Höttges und hält die flache Hand zum majestätischen Gruß an die Stirn. Das komplette Königshaus samt der lokalen Prominenz findet auf der Tribüne Platz. Rund 250 Bösinghovener Schützen, knapp 250 auswärtige Kameraden und insgesamt sechs Musikkapellen stehen bereit, um beim großen Vorbeimarsch zu zeigen, dass das Regiment gewillt ist, dem König alle Ehre zu machen.
Dann erscheinen drei Reiter in blauer Uniform und ein Schwarzrock: General Karl Schmelzer reitet mit den Adjutanten Heinz Winkes und Tim Thönnessen vorweg, es folgt Schützenhauptmann Daniel Peters. Die Zeremonie ist nun in vollem Gange – sehr zur Freude der Zuschauer. "Wir sind aus Tradition und Heimatverbundenheit hier", sagt Helga Schachtschneider aus Nierst und klatscht mit ihrer Freundin Rita Saul erfreut den Aktiven zu. Auch die Lankerin Christel Engels findet Gefallen an dem Schützengeschehen. "Das dörfliche Zusammenleben in Bösinghoven ist etwas Besonderes", sagt sie.
Während vor der Haupttribüne die Schützen im Gleichschritt vorbeiziehen, üben die Wartenden noch schnell den Stechschritt. "Die Anspannung bei uns ist groß", berichtet der Blaue Husar Christoph Hahn. Er und seine Mitstreiter wollen vor der Tribüne ein gutes Bild abgeben. Darauf achtet auch Hahns Freundin Doro Hintz aus Köln – eine strenge Kritikerin. Und diszipliniert sieht es allemal aus. Auch als Königsvater Hans Höttges (73) in grüner Uniform der Schützengesellschaft Fischeln an der Tribüne entlang marschiert.
"Das ist ein gutes Gefühl, wenn der Vater vor einem stramm steht", sagt König Klaus lächelnd. Und auch der Senior legt Gelassenheit an den Tag. "Ich habe sieben Kinder und 14 Enkel. Das bin ich einiges gewöhnt."
Als das Ende des Paradezuges naht, sind von Schützen und Publikum kaum bemerkt schon drei Stunden vergangen. Lediglich Königin Tina I. und den Hofdamen tun vom langen Stehen die Füße weh.
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