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Meerbusch: Büdericher stürmt für Tunesien

zuletzt aktualisiert: 13.11.2008 - 11:07

Meerbusch hat bald wieder einen aktuellen Fußball-Nationalspieler – und 2010 vielleicht sogar WM-Teilnehmer. Sami Allagui, der bis zur C-Jugend beim BV Büderich kickte und bis zu seinem 19. Lebensjahr in Büderich wohnte, wurde vom tunesischen Verband in den vorläufigen Kader für das Testspiel gegen Ghana am 19. November berufen.

Sami Allagui, der bis zur C-Jugend beim BV Büderich kickte.  Foto: RP
Sami Allagui, der bis zur C-Jugend beim BV Büderich kickte. Foto: RP

„Mein Traum war es schon immer, irgendwann einmal Nationalspieler zu werden“, sagt der Deutsch-Tunesier. „Wenn die endgültige Nominierung kommt, werde ich zusagen. Ich freue mich sehr und bin stolz, wenn ich erstmals für das Heimatland meiner Eltern spielen darf.“ Allagui wechselte im Sommer von Carl Zeiss Jena zu Greuther Fürth und startete dort voll durch. Er schoss in elf Spielen zehn Treffer und führt damit die aktuelle Torschützenliste der 2. Bundesliga an.

Das hat natürlich Begehrlichkeiten bei höherklassigen Vereinen geweckt. Allagui liegen fünf Angebote aus der 1. Bundesliga vor. Unter anderem sollen Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach um die Dienste des 22-Jährigen buhlen. Fürths Präsident Helmut Hack erklärte den Torjäger zwar als „unverkäuflich“, doch wenn der Preis stimmt, wird Allagui für den Zweitligisten wohl nicht zu halten sein.

Der Büdericher hätte auch für Deutschland spielen können, doch die Verantwortlichen zeigten kein großes Interesse an dem Senkrechtstarter. „Mathias Sammer hat sich bei mir nur zu Beginn der Saison einmal telefonisch gemeldet, seitdem herrscht absolute Funkstille“, sagt Allagui-Berater Christoph Leutrum.

Vom inzwischen entlassenen U21-Nationalcoach Dieter Eilts kam erst in der vergangenen Woche ein Anruf. Zu spät. Allaguis Entscheidung pro Tunesien ist gefallen. „Ich hatte mit dem neuen Nationaltrainer Humberto Cuelho ein sehr gutes Gespräch. Er setzt auf mich“, sagt Allagui.

Bis zuletzt wollte ihn Mutter Mounira noch umstimmen. „Ich bin mit seiner Entscheidung nicht so einverstanden. Für mich ist das ein Schnellschuss von ihm. Doch er ist 22 Jahre alt und muss selber wissen, was er tut.“ Allaguis Ziel ist die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Mit Tunesien sieht er bessere Chancen dabei zu sein als mit Deutschland. Frage des Tages


 
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