Meerbusch: CDU will keine Provisorien
VON D. SCHMIDT-ELMENDORFF - zuletzt aktualisiert: 28.03.2007Düsseldorf (RPO). Lutz Lienenkämper gab in der Jahreshauptversammlung der „Kleenen Strömper“ einen Ausblick über die Entwicklung im Stadtteil: Kreisel, Marktplatz und Kunstrasen für die Fußballer.
CDU-Chef Lutz Lienenkämper hatte eigens die Fraktionssitzung geschwänzt, um an der Jahreshauptversammlung der Kleenen Strömper teilnehmen zu können. Dafür wollten die Strümper auch Zugeständnisse hören: Zu den Themen Marktplatz, Verkehrsberuhigung B 222 und den Anliegen des SSV Strümp. Und die bekamen sie auch.
Für 2008 seien Haushaltsmittel in Höhe von 241000 Euro für die Gestaltung des Marktplatzes eingeplant, sagte Lienenkämper. Blockiert werde das Projekt momentan durch den Umstand, dass der Eigentümer des Grundstücks an der Buschstraße, auf dem die Stadt zehn Ersatzparkplätze schaffen will, nicht bereit sei zu verkaufen. „Da stockt das Ganze“. Immerhin habe der Betreiber des Eisladens Interesse angemeldet, in den Pavillon zu ziehen. So müsse man sich um die Belebung des Platzes keine Sorgen machen.
Die Querungshilfe für die Xantener Straße in Höhe des Ilbertzwegs kommt noch in diesem Jahr, versprach Lienenkämper. Dafür sei der Landesbetrieb Straßen NRW dann auch bereit, das Tempo-50-Schild bis an die Kreuzung Forststraße/Bergfeld vorzuziehen. Lienenkämper bekräftigte, dass sich seine Fraktion nach wie vor für die Kreisverkehre im Süden und Norden des Stadtteiles einsetze. „An der Spitze des Landesbetriebs steht im April schon wieder ein Wechsel an“, frohlockte da Vereinsvorsitzender Wolfgang Möller. Der jetzige Leiter hatte sich nämlich gegen die Kreisel ausgesprochen.
Die CDU stehe auch zu ihrem Versprechen, dass in Zusammenhang mit dem Neubaugebiet Strümper Busch dort eine Bezirkssportanlage des Typs C entstehen soll. Mitglieder des SSV Strümp hatten unter anderem beklagt, dass sich derzeit 190 Kinder und 50 alte Herren drei warme Duschen teilen müssen. Lienenkämper stellte in Aussicht, dass die Umkleiden als dringendstes Problem vorgezogen werden könnten. Erwägenswert wäre dann aber, diese direkt in Nähe des künftigen Kunstrasenplatzes, also westlich des jetzigen Rasenplatzes, zwischen Pappkarton und Gymnasium, zu errichten. Denn auf Provisorien werde sich seine Fraktion nicht einlassen. Ebenso wollte er mit Blick auf die Haushaltslage keinen genauen Realisierungs-Zeitpunkt nennen. Er erklärte, dass es den Neid der anderen Ortsteile wecken könnte, wenn Strümp zu Marktplatz und Verkehrsberuhigung auch noch einen Sportplatz bekäme. Die Strümper sind jedoch der Ansicht, dass sie gehörigen Nachholbedarf haben.
Unverständnis geäußert
Einige Zuhörer äußerten ihr Unverständnis, warum die Gesetze so häufig vernünftigen Lösungen entgegenstehen und sich die Stadt so schwer damit tue, Probleme pragmatisch anzugehen: Wenn also die B 222 in Höhe der Bushaltestelle zu eng für eine Verkehrsinsel sei, warum legt man keinen Zebrastreifen an? Ein Anwohner der Altenwohnungen an der Xantener Straße beklagte, dass die Senioren massive Probleme hätten, die Straße zu überqueren. Die Frage jedoch, wann weitere Fußgängerüberwege kommen, blieb unbeantwortet. Immer noch unbehandelt ist auch das Problem, dass im Bereich der Autobahnzufahrt A 44 wendende Lkws regelmäßig den Radweg überfahren. Wann wird der Weg mit Leitplanken abgeschirmt?
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