Meerbusch: Corall neuer König
VON MIKE KUNZE - zuletzt aktualisiert: 12.09.2006Düsseldorf (RPO). Der Heimat- und Schützenbund Osterath feiert seinen neuen Regenten, der gleichzeitig auch der Präsident ist. Zu seinen Ministern bestellte König Paul seine Mitstreiter Thomas Jung und Andreas Hoppe.
Pfänderschützen
Beim Vogelschießen konnten sich gestern in Osterath folgende Schützen durchsetzen: Helmut Deutmarg (Kopf), Bernhard Hütten und Andreas Lehne (linker und rechter Flügel) sowie Uli Klemt (Schwanz). Bei den Jungschützen waren Marcel Onnertz (Kopf), Albert Bacher junior und Ulrich van den Heuvel (linker und rechter Flügel) sowie Nico Gröters (Schwanz) erfolgreich.
Mit einem platzierten Schuss konnte Paul Corall dem spannenden Ringen um die Osterather Königswürde ein Ende machen. Der 61-jährige Diplom-Ingenieur und Präsident des Heimat- und Schützenbundes ernannte Andreas Hoppe und Thomas Jung zu seinen Ministern. Als ihre Königin feierten die Schützen gestern Abend Coralls Ehefrau Adelheid. Die Jungschützen werden für die kommenden zwei Jahre von Bernhard Münks von den Weißen Husaren regiert.
Am Abend zuvor hatte Ex-König Albert Bacher eine zündende Abschiedsrede gehalten. „Vielen Dank für Alles, ihr seid super“, hat der begeisterte Monarch seinen Schützen zugerufen. Zuvor galt sein Dank nicht nur seinen Freunden und Ministern Uwe Dellmann und Dr. Johannes Münks, sondern ganz besonders auch dem Wachzug Gröne Jonges. „Als wir uns vor zwei Jahren trafen, waren wir Fremde. Dann wurden wir Bekannte, bei den Vorbereitungen zum Schützenfest Freunde. Aber jetzt seid ihr für mich wie eine Familie!“ Wer solche Leute hinter sich habe, der könne getrost auf den Vogel schießen, ermunterte der Schwarze Husar Bacher seine potenziellen Nachfolger.
Mit großem Lob und stehenden Ovationen verabschiedeten die Schützen kurz darauf auch ihren Platzmajor Peter Stüttgen. HSB-Präsident Paul Corall schilderte den wechselhaften Werdegang eines geradlinigen Mannes, an dem sich nicht selten die Geister schieden. Auch General Reinhard Lensing dankte dem frisch beförderten Oberstleutnant a.D. nach dem Zapfenstreich im Namen aller Schützen für die geleistete Arbeit, Unterstützung und wertvolle Ratschläge. „Es war mir eine Ehre“, sagte Stüttgen mit heiserer Stimme zu seinen Schützen.
Respekt ganz anderer Art zollten viele Schützenbrüder in der Nacht zum Montag den Blauen Husaren Osterath. Der Nachwuchs um Junghusarenkönig Tom Pickartz hatte im vorigen Jahr bei einem Freundschaftseinsatz in Lank-Latum die Tradition des nächtlichen Eierbratens kennengelernt und als Kulturimport im Hof des Hotels Weindorf mit gut 200 Festzeltbesuchern veranstaltet. Auch ein Husarenrittmeister (Mike Kunze, die Redaktion) aus Lank-Latum zeigte sich von der reifen Leistung der Osterather Kameraden beeindruckt. Rund 1000 Eier und kühle Getränke stellten wirklich jeden Gast zufrieden.
Eine freudige Überraschung hat während der Festtage auch den Landsknechtsmajor Heinz Groß ereilt. Der II. Zug der Wallensteiner Landknechte hatte sich für den väterlichen Freund eine ganz besondere Ehre ausgedacht. So konnte Hauptmann Tabias Pruschek den Bataillonskommandeur anlässlich des 15-jährigen Bestehens zum ersten Ehrenmitglied des ehemaligen Nachwuchs-Zuges ernennen.
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