Meerbusch: "Die Realschule ist wichtig"
VON CHRISTOPH BAUMEISTER - zuletzt aktualisiert: 13.01.2010Düsseldorf (RPO). Welche Schule ist die beste für mein Kind? Die Rheinische Post stellt in loser Reihenfolge die weiterführenden Schulen im Stadtgebiet vor. Heute: die Realschule in Osterath.
Die Diskussion über die Einführung eines eingliedrigen Schulsystems hält Burkhardt Wahner für überflüssig. "Die Realschule ist wichtig. Sie ist Bindeglied zwischen Vermittlung von Allgemeinbildung sowie Vorbereitung auf den Berufseinstieg oder die gymnasiale Oberstufe", sagt der Schulleiter der Realschule Osterath.
Die Zahlen geben ihm recht. Als er seinen Dienst vor zehn Jahren in Meerbusch antrat, besuchten ungefähr 520 Jungen und Mädchen die städtische Einrichtung, inzwischen sind es 685. Wahner hält es für richtig, ein Kind mit eingeschränkter Empfehlung fürs Gymnasium zunächst in der Realschule anzumelden. "Sollte sich nach in den ersten ein, zwei Jahren herausstellen, dass ein Kind bei uns unterfordert ist, zögern wir nicht, es umgehend auf ein Gymnasium zu schicken", erklärt Wahner.
Realschule Osterath
Schüler 685
Lehrer 40 (+ 3 Referendare)
Einzugsbereich Meerbusch, Willich, Krefeld, Düsseldorf
Schulprofil Bindeglied zwischen Allgemeinbildung und Vorbereitung auf die gymnasiale Oberstufe bzw. den Einstieg ins Berufsleben
Besonderheit Kooperation mit Hildegundis-Altenheim
Kontakt Realschule Osterath, Görresstraße 6, Osterath, Telefon: 02159/67970
Internet www.rso-meerbusch.de
In den Klassen fünf und sechs werden die Kinder an der Realschule stärker geleitet und mehr an die Hand genommen als an einem Gymnasium. Soziale Kompetenzen und kognitive Fähigkeiten, die die Kinder von der Grundschule in unterschiedlichem Maße mitbringen, werden aufgegriffen und weiter ausgebaut.
Beispielsweise wird in Ergänzungsstunden zusammen mit dem Fachlehrer in kleineren Gruppen gezielt an Schwächen gearbeitet. In der sechsten Klasse beginnen alle mit Französisch als zweiter Fremdsprache. Ein Schuljahr später haben alle Schüler – je nach Neigung und Interesse – die Möglichkeit, ein Schwerpunktfach (Natur- oder Sozialwissenschaften, Kunst, Technik oder Französisch) zu wählen. In Kursen wie Streitschlichter, Schulsanitäter oder Seniorenbetreuung werden zudem soziale Kompetenzen vermittelt.
Ab Klasse neun beginnt verstärkt die Berufswahl-Förderung. Bei zwei Praktika (zwei und drei Wochen lang) erhalten die Schüler Einblicke in die Praxis. In Klasse zehn werden Ergänzungsstunden als Vorbereitung zur zentralen Prüfung angeboten, in denen Schüler ihre Defizite abbauen können.
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