Meerbusch: Frauenpower für Meerbusch
VON HEIKE SCHOOG - zuletzt aktualisiert: 12.07.2010Düsseldorf (RPO). Pünktlich zum Stadtjubiläum hat sich in Meerbusch ein Soroptimist-International-Club gegründet – der 193. weltweit. Bei tropischen Temperaturen feierten die Frauen mit rund 160 Gästen aus ganz Europa.
Sie hatten sich den bislang heißesten Tag ausgesucht. Das Gartencenter Selders glich einem Tropenhaus. Fächer waren im Dauereinsatz. "Wir tun einfach so, als gäbe es heute keine Hitze", sagt Ruth Herzog, Präsidentin von Soroptimist International (SI), die am Samstag die Gründungsurkunde für den Meerbuscher Club entgegen genommen hat.
SI-Gouverneurin Solveig Haug Urdal, war eigens aus Norwegen zur Charterfeier des weltweit 193. Clubs angereist, um das "Meerbuscher Märchen", in dem Frauen die Hauptrolle spielen, wahr werden zu lassen. In nur zwei Jahren sei es Gründungspräsidentin Ruth Herzog gelungen, den Club auf die Beine zu stellen, hob Urdal, die in Landestracht gekommen war, hervor.
Sie erinnerte an den hohen Wert der Freundschaft, der Ehrlichkeit und des ehrenamtlichen Engagements. "Von einem solchen Netzwerk kann jede profitieren, auch für die persönliche Entwicklung."
25 Frauen aus Meerbusch gehören dazu und wollen zum Wohl der Jugend in der Stadt aktiv werden. "Hier ist mehr im Busch" war da Motto der Gründungsfeier, bei der jede einzelne Frau vorgestellt wurde. Alle haben unterschiedliche Berufe und gestalteten mit ihrer Profession bereits den unterhaltenden Teil der streng nach Protokoll organisierten Gründungszeremonie.
Sportwissenschaftlerin Lisa Günther etwa präsentierte eine Tanzchoreographie. Die Musik dazu lieferte Pianistin Esther Kim, die mit ihren 32 Jahren das jüngste Mitglied der Soroptimistinnen Meerbuchs ist und sich neben Klassik auch für rockige bis punkige Töne begeistern kann. Sie ist mehrere Jahre mit der Band "Die Toten Hosen" getourt. "Der Austausch ist sehr spannend", bringt sie ein Prinzip des Clubs auf den Punkt.
Ein Prinzip, das auch Rotarier, Lions und der Ladies Circle pflegen. Vertreter aller drei Meerbuscher Clubs überbrachten Grußworte. "Wir haben ähnliche Ziele, aber andere Schwerpunkte", sagt Kerstin Bautzmann, Präsidentin des Lady Circles Düsseldorf-Meerbusch. "Gemeinsam ist allen das ehrenamtliche Engagement", bekräftigt Bautzmann und setzt auf gute Zusammenarbeit.
Das erste konkrete Ziel der Soroptimistinnen ist es, sich für junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren zu engagieren. Sie haben das Düsseldorfer Steimel-Menschner-Theater für das Projekt "Stark im Konflikt" gewonnen. Adressat ist die Städtische Raphael-Förderschule. Darüber hinaus wollen sich die Soroptimistinnen auch persönlich engagieren, etwa Bewerbungstrainings oder andere Hilfen bei der Berufswahl für Schüler organisieren, sagt Gründungsmitglied Birgit Menzel.
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