Meerbusch: Hilfe bei schlechten Noten
VON NORBERT STIRKEN - zuletzt aktualisiert: 23.01.2009Düsseldorf (RPO). Der Schulpsychologische Dienst berät und hilft auch anonymen Anrufern. Heute sitzen die Fachleute um Leiterin
Jutta Bellen von 8.30 bis 15.30 Uhr am Zeugnistelefon. Sie haben auch ein Büro in Osterath.Osterath Die Hilfe des Schulpsychologischen Dienstes nehmen alle Einkommens- und Bildungsschichten im Rhein-Kreis Neuss in Anspruch. Da mache auch Meerbusch keine Ausnahme, erklärt Leiterin Jutta Bellen. Und dennoch gebe es für Meerbusch eine Besonderheit. Die große Gruppe der japanischen Einwohner zähle nicht zu ihrer und ihrer Kollegen Klientel. "Bei den Türken und allen anderen Nationalitäten ist das anders, sie fragen bei uns um Hilfe nach", sagt Jutta Bellen.
Heute ist für die insgesamt sechs Fachkräfte und drei Sozial-Pädagogen am Zeugnistelefon Kampftag. "Noch wilder ist es allerdings im Sommer beim Versetzungszeugnis", berichtet die Leiterin. "Dann können wir eigentlich nur noch trösten, jetzt aber wäre noch Zeit, um was zu tun", sagt sie mit Unverständnis.
Zeugnistelefon
Für Fragen, Sorgen und Ängste im Zusammenhang mit den Zeugnisnoten bietet der Schulpsychologische Dienst des Rhein-Kreises Neuss heute von 8.30 bis 15.30 Uhr sein Zeugnistelefon an. Schulpsychologen nehmen die Anrufe auch anonym entgegen.
Kontakt: Tel. 02131/9284070
Der Schulpsychologische Dienst kümmert sich um alles rund um das Thema Schule – um Probleme mit den Leistungen der Kinder im Unterricht, in Klassenarbeiten und bei den Hausaufgaben oder in deren Verhalten. "Oft hat das eine ja auch mit dem anderen zu tun", sagt Jutta Bellen. Im so genannten Kernbereich beschäftigen sich die Experten mit Lese- und Rechtschreibschwächen, Rechenproblemen, Einschulungsfragen, um Beratung beim Wechsel zur weiterführenden Schule und auch um Hochbegabte. "Wir testen und diagnostizieren, gehen in die Klassen und helfen, wo wir können", berichtet die Leiterin aus langjähriger Erfahrung. Viele Dankesschreiben von Eltern und Schülern zeigen, dass die oft jahrelangen kostenfreien Kurse Erfolg hatten. 400 Fälle weist die Statistik 2008 im Kernbereich aus. 20 bis 40 davon waren aus Meerbusch. Nach telefonischer Terminvereinbarung können die Gespräche donnerstags in Osterath im Verwaltungsgebäude am Bommershöfer Weg stattfinden. Durchschnittlich kommen laut Statistik pro Jahr weitere 1900 Fälle hinzu, in denen die Beratung knapper ausfalle und sich zumeist auf telefonische Hilfen und Tipps beschränke, berichtet Jutta Bellen. Darunter seien etwa zwischen 100 und 200 Meerbuscher zu finden. Schule schwänzen sei zum Beispiel ein Thema, über das sich die Eltern informierten. Hauptsächlich seien die Ratsuchenden jedoch Väter und Mütter von Grundschulkindern und Eltern der fünften und sechsten Klassen.
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