Meerbusch: Hilfe für Heim des Friedens
VON MONIKA GÖTZ - zuletzt aktualisiert: 04.02.2010Düsseldorf (RPO). Die St.-Mauritius-und-Heilig-Geist-Pfarre unterstützt mit vielen Büderichern ein Waisenhaus in Simbabwe. Dort engagieren sich auch Klara Schneider und ihre Nichte Ki Bhebe.
Büderich Die Erinnerungen an die Zeit in Simbabwe bewegen Klara Schneider noch intensiv: "Ich hatte oft einen Kloß im Hals." Die Eindrücke, die die Büdericherin und ihr Mann von den Besuchen unter anderem im "Home of Peace" in Bulawayo mitgenommen haben, werden unvergesslich bleiben: "Das Heim ist ein Zufluchtsort, vor allem für Aids-Waisenkinder." Dass diese Kinder trotz ihres Schicksals lächeln, ist auch der Hilfe zu verdanken, die Klara Schneider aus Meerbusch nach Afrika gebracht hat: "Fast 3000 Dollar und Medikamente haben wir gut verteilt übergeben."
Die Schneiders waren zum ersten Mal in Simbabwe. Sie haben dort ihre Nichte Ki Bhebe besucht, die als Andrea Hohner in Meerbusch aufgewachsen ist. Die heute 43-Jährige ging als junge Frau für ein Jahr nach Simbabwe, lernte dort ihren Mann Charles kennen, kam mit ihm zurück nach Meerbusch, heiratete hier und bekam zwei Töchter. Vor sechs Jahren packte den Künstler Charles das Heimweh und seitdem leben die Bhebes in Bulawayo. "Ki ist dort angekommen." Sie führt eine Schule für Mädchen, die als Au Pair nach Deutschland gehen wollen. Ki macht sie vorbereitend mit Kultur und Sprache vertraut.
Klara Schneider war auch per e-Post über die schwierigen Lebensumständen in Simbabwe informiert. Als sie in Büderich gebeten wurde, eine Anlaufstelle für Spendengelder zu nennen, fiel ihr der Afrika-Kontakt ein. Bald war das Hilfsprojekt geboren, dass zuerst die Suppenküche unterstützte. Hier waren Ben und Joan Strydom aktiv, die später von Spendengeldern ein Gelände erwarben und das "Home of Peace" errichteten. Seit die Schneiders die in Meerbusch gesammelten Gelder überbrachten, prangt an der Tür zur kleinen Schreinerei eine Plakette mit der Aufschrift "This Carving Workshop was donated by St. Mauritius-Meerbusch, Father Pütz, Germany 2009".
Pastor Pütz hatte das Anliegen in die Pfarre getragen und so wurde bei Basaren oder Pfarrfesten für das "Heim des Friedens" geworben. Auch die beim "Viviendola"-Konzert im Alten Küsterhaus vor wenigen Tagen erlösten 550 Euro gehen jetzt in Dollar umgetauscht mit einem Kurier nach Bulawayo. Inga Bachmann kennt Ki Bhebe aus der Musikschulzeit. Die Texterin und Sängerin von "Viviendola" weiß ebenso wie Klara Schneider, dass "alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist". Aber Ki Bhebes Tante sagt auch: "Ich höre nicht mehr auf zu sammeln. Die Spendenbereitschaft ist groß." Außerdem werden die Schneiders nicht vergessen, dass sie beim Abschied in Simbabwe gefragt wurden: "Wann kommt ihr wieder?"
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