Meerbusch: Hirte sucht Frau
VON ALEXANDER RUTH - zuletzt aktualisiert: 23.12.2008Düsseldorf (RPO). Ein ungewöhnliches Krippenspiel erwartet die Besucher der evangelischen Christuskirche heute: „Hirte sucht Frau – Welt sucht das Heil“ hat Pfarrer Wilfried Pahlke mit den Konfirmanden erarbeitet und führt es morgen auf.
Römische Proleten, verzweifelte Hirten und heiratswillige Bauernfrauen werden in Büderich am Heiligen Abend mit der klassischen Weihnachtsgeschichte verknüpft. Die Generalprobe der Weihnachtsschauspieler der Christuskirche wurde gehalten und zeigte jetzt schon, dass die Besucher viel Grund zur Freude haben werden.
An die bekannte Kuppelshow „Bauer sucht Frau“ von RTL haben 20 aktuelle und ehemalige Konfirmanden von Pfarrer Wilfried Pahlke die diesjährige Kindervesper „Hirte sucht Frau – Welt sucht das Heil“ gelehnt. Dabei verwandelt sich das Schauspiel in eine Aufführung, die vor Witz und Charme sprüht. „Bei uns steht RTL allerdings für was anderes“, verrät Autor des Stücks Wilfried Pahlke. „Römisch Turbulentes Landleben.“
Zwei Handlungsstränge werden in genau neun Szenen verarbeitet. Zum einen existiert die klassische Weihnachtsgeschichte von Christus Geburt, und zum anderen geht der verzweifelte Single-Hirte Henricus alias Ben Büchle (18) auf Frauensuche. Und hier bietet sich im alten Bethlehem nichts besseres an als die unter Römern populäre Show für allein stehende Hirten. Gleich vier Frauen werden in der Kindervesper um Henricus buhlen. „Wie schön wäre es, wenn ich eine Frau hätte mit der ich kuscheln könnte“, sagte Ben Büchle als Hirte während der Probe.
Generell wird die Unterhaltungssucht der Römer aufgegriffen. So werden die Zuschauer erfahren, dass es auch damals schon Shows wie „Schlag den Römer“ und „Ich bin ein Römer, holt mich hier raus“ gab. Vier Nächte hat Pfarrer Wilfried Pahlke an dem Stück geschrieben, aber auch die Schauspieler durften ihren Teil dazu beitragen. „Wir haben unseren eigenen Stil mit eingebracht“, erläutert „Joseph“ Maximilian Lonn (18). „Durch unsere Stücke unterscheiden wir uns von den anderen Kirchengemeinden.“ Und: Die Proben brachten die Schauspieler einander näher.
Während Pfarrer Pahlke verzweifelt auf seine Hauptdarstellerin Janine Kamenz (18) wartete, nahmen es die Schauspielkollegen gelassen. „Wo ist unsere Inka Bause?“, fragte der besorgte Regisseur. „Das weiß nur Gott“, kam es durch eines der Mikrophone zurück.
Recht heiter und familiär ging es bei der Probe zu. Kleinere Pannen inklusive. Wie die ganze Geschichte um den Hirten Henricus ausgeht, können Besucher morgen um 15.30 Uhr in der Christuskirche erfahren. Doch so lustig die Story auch sein wird, am Ende zentriert der eigentlich Grund von Weihnachten das Geschehen auf der Bühne: Die Geburtstunde von Gottes Sohn – Jesus Christus.
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