Meerbusch: Jazz für Menschen in Äthiopien
zuletzt aktualisiert: 30.03.2009Düsseldorf (RPO). Die Freude über das große Publikum im Forum Wasserturm waren Heide Dorfmüller, Oliver Keymis (MdL) und Karsten Wellnitz anzumerken: "Obwohl Karlheinz Böhm nicht anwesend ist, haben wir ein volles Haus."
Im Namen des Arbeitskreises Meerbusch hielten sie zum Beginn des Benefizkonzertes für die Böhm-Initiative "Menschen für Menschen" (MfM) Rückschau auf 25 Jahre erfolgreichen Einsatz für die Äthiopien-Hilfsaktionen. Auch Bürgermeister Dieter Spindler, der mit Ehefrau Doris gekommen war, meldete sich zu Wort.
Wie seine Vorredner lobte er das Engagement der Meerbuscher Bürger: "Die Intensität, mit der hier an die Sache herangegangen wird, versandet nicht." Die Stadt selbst ist seit 1985 Mitglied des regionalen Hilfsgremiums: "Das hat Heide Dorfmüller geschafft." Sie und die anderen MfM-Arbeitskreis-Aktiven können ebenfalls als Erfolg verbuchen, dass das aktuelle Konzert des Engstfeld-Weiß-Quartetts im Wasserturm die stattliche Summe von 2850 Euro einbrachte. "Mit diesem Geld kann in Äthiopien eine Menge erreicht werden", so Dorfmüller. Das international bekannte Quartett aus Düsseldorf, das ohne Honorar spielte, war bereits bei der ersten, 1984 gestarteten Aktion in Meerbusch dabei, und wurde im Wasserturm mit Spannung erwartet.
Was Wolfgang Engstfeld (Tenorsaxofon), Peter Weiß (Schlagzeug), Hendrik Soll (Piano) und Christian Ramond (Kontrabass) dem Publikum schließlich vorsetzten, erfüllte alle Ansprüche. Das Spiel der mit Hingabe musizierenden Instrumentalisten lebt von spannungsgeladenen Eigenkompositionen, aber auch von George Gershwins samtigem "I love you Porgy" oder vom erfrischend unsentimental bearbeiteten "Tea for two". Die hohe Musikalität der Ensemblemitglieder erlaubt es, melodische und rhythmische Bögen in Harmonie bis zur Offenbarung miteinander verschmelzen zu lassen. So kamen auch in Lank-Latum Jazz-Liebhaber verschiedener Genre voll auf ihre Kosten.
Heide Dorfmüller zog nach dem Konzert, das mit einer Zugabe endete, zufrieden Resümee: "Die Musiker waren großartig, die Zuhörer großzügig – was wollen wir mehr."
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