Meerbusch: Kita-Neubau für 1,4 Millionen
VON ALEXANDER RUTH - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010Düsseldorf (RPO). Die Evangelische Gemeinde Osterath stellte die Pläne für das neue Domizil der Kita Neusser Feldweg vor. Es soll an der Insterburger Straße liegen. Die Kosten schultern Landschaftsverband, Stadt und Gemeinde gemeinsam.
OSTERATH Der Schock ist gewichen, und sie schauen in die Zukunft. Jetzt stellte die Evangelische Kirchengemeinde Osterath der Gemeinde und der Öffentlichkeit die Pläne des Neubaus des Kindergartens an der Insterburger Straße vor. Ein Flachdachbau mit kleinem Obergeschoss, das ausgebaut werden kann, auf einer Gesamtfläche von rund 2150 Quadratmetern.
Bereits im Frühsommer 2008 hatte der Landschaftsverband Rheinland der Evangelischen Kirchengemeinde Osterath mitgeteilt, dass der Kindergarten am Neusser Feldweg nicht mehr zeitgemäß ist und die Ansprüche nicht mehr erfüllt. "Wir waren damals erschrocken", sagt Renate Krüger, Vorsitzende des Presbyteriums. Seit August 2008 fordert das Kibiz-Gesetz die Bereitstellung von Plätzen für Kinder unter drei Jahren mit den entsprechenden Räumlichkeiten.
Umbau oder Neubau standen für die Protestanten zur Wahl. Das Presbyterium entschied sich für letzteres. Nun sind die Pläne gemacht – die Zukunft kann beginnen. Knapp 1,4 Millionen Euro wird das Projekt kosten, das in der Nähe der Feuerwache Bovert entstehen soll. Rund 500 000 Euro übernimmt der Landschaftsverband Rheinland (LVR), die Stadt Meerbusch teilt sich die andere Hälfte mit der Kirchengemeinde. Das Grundstück müssen die evangelischen Osterather noch für rund 360 000 Euro kaufen.
Überbrückungskredit nötig
Einen großen finanziellen Nachteil sieht das Presbyterium allerdings nicht, da im Gegenzug der Kindergarten an der Neusser Straße verkauft werden soll. "Wir werden einen Überbrückungskredit aufnehmen müssen", erklärt Presbyter Dr. Wolrad Rube. "Er kann ja nicht ,hingebeamt' und der andere sofort abgerissen werden." Neben der Aufteilung des Geländes standen bei den Gemeindemitgliedern noch die Energie-Effizienz und die Umweltverträglichkeit des Neubaus im Mittelpunkt des Interesses. "Wir könnten der Stadt vorschlagen, eine der nächsten Bürgersolaranlagen dort auf dem Dach zu bauen", schlug Gitta Röth dem Presbyterium vor. Auch das geplante Flachdach kam nicht ganz kritikfrei davon. "Das kann hinterher eine finanzielle Frage werden", gab Gemeindemitglied Christa Jährling zu bedenken. "Mit einem Satteldach wären die Kosten höher gewesen, und wir hätten die Räume nicht nutzen können", erklärte Dr. Wolrad Rube die Entscheidung des Presbyteriums.
Der Bau soll mit Dreifach-Verglasung ausgestattet werden. Auch der Einbau einer und Wärmepumpe wäre möglich. "Zusätzlich kommen in den nächsten Jahren noch Kinder hinzu", so Pfarrerin Birgit Schniewind. "Wir wissen von der Stadt, dass sie schon geboren sind." Der Spatenstich soll spätestens im Mai erfolgen. Die Bauzeit wird rund ein Jahr betragen.
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