Meerbusch: Lauf nach Fouesnant
VON JAN POPP-SEWING - zuletzt aktualisiert: 10.02.2010Düsseldorf (RPO). Eine OTV-Läuferstaffel will die 1060-Kilometer-Distanz bis zu Meerbuschs Partnerstadt am Atlantik in rekordverdächtigen zehn bis elf Tagen schaffen. Alle zehn Kilometer wird gewechselt.
OSTERATH Bis nach Fouesnant in der Bretagne sind es etwas mehr als tausend Kilometer. Im Auto ist das locker in ein bis zwei Tagen zu bewältigen. So einfach will es sich eine Gruppe vom OTV aber nicht machen: Die acht bis zehn Hobbysportler wollen in den Herbstferien von Meerbusch aus in die Partnerstadt laufen. Und zwar in zehn bis elf Tagen – ohne Ruhetag. Jetzt sucht das Team um Jochen Adomeit, Peter Müller-Mannhardt und Dorothee Quadbeck noch Sponsoren.
Langstrecken sind für die erfahrenen Läufer nicht neu. Sie liefen auch schon von Meerbusch an die Nordseeküste oder von Trier zurück an den Niederrhein (letzteres waren 300 Kilometer in sechseinhalb Tagen). Doch die Strecke bis an den Atlantik ist da noch eine Nummer größer.
Das tägliche 100-Kilometer-Pensum soll als Staffel bewältigt werden: Das heißt, dass immer nur ein bis zwei Läufer zusammen unterwegs sind und einen Abschnitt von jeweils zehn Kilometer laufen, begleitet von einem Radfahrer. Dann sind direkt die nächsten dran. Wer möchte, kann auch mehrmals am Tag eine zehn-Kilometer-Strecke zurücklegen. Gedacht ist an je zehn Abschnitte pro Tag.
"Wenn man mehrere Tage durchlaufen will, sind das Maximum Strecken von täglich zwei Mal 25 Kilometer, mit einer Pause dazwischen. Das haben wir bei der Vorbereitung gesehen", sagt Müller-Mannhardt vom OTV-Lauftreff. Ausgehend von dieser Erfahrung entschlossen sich die Läufer, die Fouesnant-Strecke in zehn-Kilometer-Abschnitte aufzuteilen.
Gelaufen wird auf Rad- und Wanderwegen auf der Route Lüttich, Maubeuge, Amiens, Honfleur, Saint-Malo und Pontivy. Paris wird nicht angesteuert. "Aus den großen Städten wollen wir uns raushalten. Wir laufen auch ein Stück an der Kanalküste entlang. Das ist ein kleiner Umweg, aber schöner", sagt Adomeit, der auch als Marathon-Betreuer aktiv ist. In Fouesnant will man dann erstmal ein paar Tage ausspannen. Die Rheinische Post wird die Aktion publizistisch begleiten und täglich vom Fortkommen berichten.
Als fahrbares Basislager wollen die Sportler zwei Wohnmobile mitnehmen. Damit die Läufer sich auf den unbekannten Strecken nicht hoffnungslos verrennen, sind die Fahrradbegleiter mit GPS-Empfängern und elektronischen Karten ausgestattet. Von französischer Seite wird sich wahrscheinlich der Langstreckenspezialist Gérard Denis der Gruppe anschließen – für ihn gilt so etwas aber eher als Kurztrip. Ansonsten sind eher Herausforderungen wie das "Transeuropean Footrace" sein Metier: Das ging über 4500 Kilometer von Bari in Italien bis zum Nordkap.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum