Meerbusch: Mataré: 150 000 Euro für Toiletten-Sanierung
VON JAN POPP-SEWING - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010Düsseldorf (RPO). Die Haupttoilettenanlage des Büdericher Mataré-G ymnasiums soll noch in diesem Jahr für 150 000 Euro saniert werden. Das beschloss der Schulausschuss einstimmig. Dem war allerdings eine intensive Diskussion vorausgegangen, da die FDP die Ausgabe zunächst für "weit überzogen" (so FDP-Ratsherr Dr. Klaus Brennecke) hielt. Der geplante Maßnahmenkatalog müsse überprüft werden, forderte er. Die Liberalen waren zu dieser Ansichtgekommen, nachdem sie sich die Toilettenanlagen des Gymnasiums angesehen hatten. Problem: Eine solche Überprüfung würde die Sanierung deutlich verzögern.
Ursprünglich waren die 150 000 Euro (aus Bundesmitteln des Konjunkturpakets II) für die Sanierung der Mataré-Turnhallentoiletten vorgesehen. Das stellte sich inzwischen als zu voreilig heraus. Nach diversen Gesprächen zwischen Verwaltung und Schulleitung sowie Ortsbesichtigungen hatte sich gezeigt, dass die Sanierung der Haupttoilettenanlage wesentlich dringender nötig ist.
Claus Klein, Verwaltungsfachmann für die städtischen Immobilien, unterstrich, dass die Mataré-Haupttoiletten mittlerweile 45 Jahre alt seien. Die Rohre müssten sowieso demnächst erneuert werden. Statt kleinere Reparaturen durchzuführen, wäre es sinnvoller, "direkt vom Rohbauzustand aus zu sanieren", so Klein.
Mataré-Schulleiter Jörg Winterwerb brachte der FDP-Vorbehalt sichtlich auf die Palme: "Ich kann nicht verstehen, dass eine Fraktion hergeht und sagt: ,So dringlich ist das nicht'".
Ausschussvorsitzende Renate Kox (CDU) merkte an, dass das Thema Schultoiletten den Ausschuss ständig beschäftige. "Bisher hat der Ausschuss immer zum Wohle der Kinder Gelder eingesetzt", so Renate Kox. Sie machte deutlich, dass sie der Verwaltung durchaus vertraue, wenn diese 150 000 Euro als notwendig erachte.
Probleme mit Urinalen
Claus Klein berichtete detailliert von den Problemen mit den Schul-WCs. Vor allem die Urinale machten Schwierigkeiten. Die Stadt hat auf wasserlose Exemplare gesetzt. Das stelle sich inzwischen als Fehler heraus, da es ständig zu Geruchsbelästigungen komme. Klein: "Da liegen wir mit dem Hersteller im Clinch". Zurzeit bekäme man das immer nur "zeitlich begrenzt" in den Griff.
Nach der Sanierung der Mataré-Haupt-Toilettenanlage könnte man dort auch über ein Projekt "Betreute Toilette" nachdenken, wie an der Gesamtschule, meinte Schulleiter Winterwerb. Frage des Tages
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