Meerbusch: Mehr als kreatives Planen
VON ALEXANDER RUTH - zuletzt aktualisiert: 19.11.2008Düsseldorf (RPO). Touristik, Werbung und Architektur: Am Meerbusch-Gymnasium stellen Eltern und Gastredner Berufe vor. Ehemalige Schüler berichten zudem über Möglichkeiten, im Ausland zu studieren.
Strümp Was will ich nach meinem Abitur machen? Ausbildung oder Studium? Antworten gibt es für Schüler der Jahrgangsstufen 10, 11, 12 und 13 bei den „BerufsBeratungsTagen“ (BBT) der Eltern des Städtischen Meerbusch Gymnasiums (SMG). Touristik, Werbung und Architektur sind nur einige davon. „Wir haben Referenten, die selber Eltern von Schülern sind, ehemalige Schulgänger und Gastdozenten“, erklärt Gabriela Custodis, Vorsitzende der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW. Dabei haben sich fast 50 Dozenten für 31 Angebote angekündigt. Rund 750 Anmeldungen von Schülern sind bei der Schulpflegschaft für die vier Veranstaltungstage eingegangen.
Familienfreundlich
„Unser Job lässt sich fantastisch mit der Familie verbinden“, sagt die selbstständige Architektin Gertrud Große-Hartlage (47) in ihrem Vortrag und wendet sich damit besonders an die weiblichen Zuhörer. Gemeinsam mit der Innenarchitektin Claudia Möhrstädt (54) stellt sie den Berufszweig Architektur vor. „Heute wird weniger neu gebaut als früher“, klärt die Strümperin die knapp 40 Schüler auf. Ein wesentlicher Aufgabenbereich für Architekten sei der Umbau und die Sanierung von Altbauten.
Die beiden Mütter beugen in ihrem Vortrag Illusionen vor. „Das Entwerfen macht nur einen geringen Teil der Arbeit aus“, macht Claudia Möhrstädt den jungen Zuhörern klar. „Da folgen noch viele Schritte, die nichts mehr mit dem kreativen Zeichnen zu tun haben.“ Nicht überrascht von den Worten war Dana Ketteler (19) aus Osterath. „Das ist jetzt erst richtig mein Traumberuf“, sagt die Schülerin der Jahrgangsstufe 13 strahlend.
Mit Johann Custodis (26), Volkswirt in London, und Jurist Jens Heinig (26) sind zwei ehemalige Schüler vertreten, die Jugendliche über die Möglichkeiten und Wege des Auslandsstudiums und das Berufsfeld Jura aufklärten. Dass aber nicht nur das Studium, sondern auch das Hotelfach mit Reisen im Ausland verknüpft ist, weiß Gastdozentin Carolin Sonntag (49) vom Lindner-Congress-Hotel am Seestern in Düsseldorf. „Wenn man Erfolg haben will, dann sollte auch öfters das Haus gewechselt werden“, erklärt die Fachfrau, die Ausbildungsmöglichkeiten in der Hotelbranche vorstellt.
Diskussionen und Fragen sind in den Vorstellungsangeboten ausdrücklich erwünscht. „Selten haben Schüler so eine Chance, so vielen Menschen aus der Arbeitswelt so Nahe zu kommen und sie direkt anzusprechen“, sagt Orientierungslehrer Jürgen Neumann (54) über die BerufsBeratungsTage, die noch bis Donnerstag, 20. November, gehen.
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