Meerbusch: Nur noch mit Plakette zur Kö
VON JAN POPP-SEWING - zuletzt aktualisiert: 11.11.2008Düsseldorf (RPO). Wer ab 15. Februar mit dem Auto in die Düsseldorfer Innenstadt möchte, braucht eine Feinstaubplakette. Da es in Meerbusch keine Umweltzone geben wird, warten viele Bürger noch mit dem Plakettenkauf.
Die Meerbuscher sind ein mobiles Völkchen. 33851 Pkw sind in der Stadt gemeldet (bei 54 100 Einwohnern). Rein statistisch haben sechs von zehn Bürgern ein Auto. Was vielen noch fehlt, ist jedoch die grüne, gelbe oder rote Feinstaubplakette. Kein Wunder, in Meerbusch denkt die Politik auch gar nicht daran, Umweltzonen einzurichten. Nicht mal an Verkehrsbrennpunkten wie der Moerser Straße besteht bislang die Gefahr, dass EU-Grenzwerte überschritten werden.
Doch die Zeit der problemlosen Spritztouren nach Düsseldorf, Köln oder ins Ruhrgebiet ist ohne Plakette vorbei. Die Domstadt führte bereits zum 1. Januar 2008 auf 16 Quadratkilometern der Innenstadt die Plakettenpflicht ein. Seit 1. Oktober dürfen auch in Teilen von Duisburg, Oberhausen, Essen, Bottrop, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Bochum und Dortmund nur noch Autos mit Plakette fahren. Düsseldorf wird in wenigen Wochen, am 15. Februar, nachziehen.
Die Umweltzone der Landeshauptstadt wird sich über die zentralen Stadtteile Stadtmitte, Derendorf, Pempelfort, Friedrichstadt und Bilk erstrecken. Oberkassel und Heerdt sind nicht betroffen. Ebenso bleibt die Zufahrt zum Flughafen über die A 44 auch ohne Plakette möglich.
Über die Brücke in die Zone
Aber wer aus dem Linksrheinischen über Oberkasseler- oder Kniebrücke nach Düsseldorf fährt, findet sich nach dem 15. Februar unweigerlich in der nur noch für Fahrzeuge mit Plakette zugelassenen Zone. Wer ohne Plakette erwischt wird, dem drohen 40 Euro Verwarngeld und ein Punkt in Flensburg.
Ausgegeben werden die Plaketten in Meerbusch von der Kfz-Zulassungsstelle an der Büdericher Dorfstraße 20 (Mo., Mi., Fr. jeweils 8 bis 12 Uhr) und in allen Werkstätten, die auch ASU-Untersuchungen anbieten. Sie kosten circa fünf Euro.
„Die Plaketten werden bislang schubweise gekauft. Jedes Mal, wenn eine neue Umweltzone eingerichtet wird, gibt es wieder einen Ansturm von 25 bis 30 Leuten pro Tag“, sagt Ralf Ostermann vom Autozentrum Ostermann in Lank-Latum. Auch die dreifache Anzahl könnte man locker verkraften. An „normalen“ Tagen seien es nur fünf bis sechs Nachfragen pro Tag. Die Prozedur ist in ein paar Minuten erledigt. Nötig ist nur ein Blick auf den Fahrzeugschein.
Doch nicht alle Meerbuscher Autos werden überhaupt Plaketten bekommen. Nach Angaben der Stadt können sich die Fahrer von 409 alten Diesel-Pkw die Hoffnung auf eine Plakette sparen. Frage des Tages
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