Meerbusch: Ohoven startet Plakataktion
VON ALEXANDER RUTH - zuletzt aktualisiert: 12.03.2008 - 10:04Düsseldorf (RPO). „Mirco wurde vier Tage intensiv betreut und dann auf eine normale Station verlegt“, sagt Dr. Kristina Müller, Kinder-Neurologin an der St. Mauritius Therapieklinik in Osterath. „Eine Rekordzeit“, erklärt die behandelnde Ärztin des siebenjährigen Mirco Schäperklaus lächelnd.
Dass dieser Heilungsprozess so vorbildlich abgelaufen ist, haben Patienten mit schweren Hirntraumata unter anderem der Hannelore-Kohl-Stiftung zu verdanken. Seit 25 Jahren gibt es die Institution, die sich für Verletzte mit Schäden des Zentralen Nervensystems (ZNS) einsetzt und jetzt mit einer Plakataktion auf sich aufmerksam machen will.
Die Präsidentin der Stiftung, Ute-Henriette Ohoven, stellte die Aktion gestern in der Vorhalle der Meerbuscher Klinik vor. Mit mehr als 4000 Plakaten macht die Hannelore-Kohl-Stiftung Werbung, um die Menschen für das Thema ZNS zu interessieren und auf diesem Weg Spenden zu bekommen.
Auf den Plakaten ist ein Bild von Mirco mit seiner Mutter Nicola zu sehen. „Er steht heute im Mittelpunkt“, sagte Ute Ohoven. Er stehe stellvertretend für 270000 Patienten. Der Junge aus der Stadt Südkirchen zwischen Dortmund und Münster wurde vor einigen Monaten bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. Damals raste ein Auto in den St. Martinszug und erfasste den Siebenjährigen. Schwere Hirnschädigungen waren die Folge des Unfalls.
Nach mehreren Operationen und einer langen Therapie ist Mirco nun wieder recht gut aufgebaut. Sprachverlust (Aphasie) und leichte Motorikstörungen sind die letzten Überbleibsel des lebensgefährlichen Unfalls. Sie werden derzeit in Meerbusch behandelt.
Die Hannelore-Kohl-Stiftung unterstützt rund 540 Forschungsprojekte, die dazu beitragen, die Behandlungsmethoden zu verbessern. „Mirco wird in der Meerbuscher Klinik diese schwierige Phase in seinem Leben endgültig bewältigen“, sagte Vater Jörg Schäperklaus erleichtert.
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