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Meerbusch: Sanieren für die Konjunktur

VON JAN POPP-SEWING - zuletzt aktualisiert: 28.07.2009

Düsseldorf (RPO). Meerbusch bekommt 3,9 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II. Zwar ist noch kein einziger Euro geflossen, aber die ersten Arbeiten haben begonnen. Am meisten profitieren die Schulen.

Die Erneuerung von Fenstern und Türen im Meerbusch-Gymnasium ist in vollem Gange.   Foto: RPO
Die Erneuerung von Fenstern und Türen im Meerbusch-Gymnasium ist in vollem Gange. Foto: RPO

"Eine ordentliche Summe", meinte Bürgermeister Dieter Spindler, als er im Frühjahr erfuhr, dass Meerbusch 3,9 Millionen Euro an Bundezuschüssen aus dem Konjunkturpaket II beantragen kann. 2 948 550 Euro können in die Bildungsinfrastruktur fließen, vor allem in Schul- und Kitasanierungen, 969 870 Euro sind für die "allgemeine Infrastruktur" vorgesehen.

Die teuerste Maßnahme zur Förderung der Bildungsinfrastruktur ist in den Ferien angelaufen – und zwar im Strümper Meerbusch-Gymnasium: Dort sollen Fenster und Türen von elf Klassen und vier Fluren erneuert werden. Kosten: 420 000 Euro. Was jetzt nicht geschafft wird, wird in den Sommerferien 2010 und 2011 abgearbeitet. Ab Oktober werden auch die Heizkessel des Strümper Gymnasiums unter Umwelt-Aspekten erneuert (400 000 Euro).

Im Büdericher Mataré-Gymnasium läuft derweil der Austausch der Innenhof-Fenster vom Erdgeschoss bis zum dritten Stock. Die neuen Fenster haben haltbare Alu-Rahmen und Isolierverglasung (Kosten: 350 000 Euro). In der Gymnastikhalle werden ab Oktober Glasbausteine gegen "gedämmte Licht-Fassadenelemente" ausgetauscht, die dortige Stahltür wird durch eine wärmegedämmte Tür ersetzt (44 000 Euro). Auch die Adam-Riese-Grundschule und die Gesamtschule erhalten ab August neue Fenster mit Aluminium-Rahmen für (225 000 Euro, beziehungsweise 193 000). In der Grundschule wird auch eine neue Heizzentrale eingerichtet, was mit 234 000 Euro zu Buche schlägt.

Insgesamt plant die Stadt, zunächst 1,75 Millionen Euro für die Schulerneuerung auszugeben (die hier genannten Zahlen stammen vom Land und liegen sogar noch 120 000 Euro höher).

Auch städtische Kitas sollen Konjunkturmittel bekommen. Für den Ausbau der Nierster Einrichtung "Mullewapp" hat der Jugendhilfeausschuss 90 000 Euro genehmigt, für die Sanierung der Strümper Kita "An der Strempe" sollen 60 000 Euro zur Verfügung stehen. Trotz der vielen Projekte bleibt noch eine Reserve von rund einer Million bislang noch nicht abgerufener Bildungs-Infrastrukturgelder.

Größter Packen bei der "Allgemeinen Infrastruktur", für die 969 870 Euro zur Verfügung stehen, sind geplante Ausgaben von 300 000 Euro für die Reparatur von Wirtschaftswegen. Auch drei neue Aufzüge sind aus Konjunkturmitteln geplant: Im Technischen Dezernat in Lank-Latum (55 000 Euro), im Büdericher Standesamt (75 000 Euro) und im Verwaltungsgebäude am Dr.-Franz-Schütz-Platz (80 000 Euro).

Angedacht ist zudem, Bösinghoven und Nierst endlich komplett ans leistungsfähige DSL-Netz anzuschließen. Die Verwaltung kalkuliert, dass dazu eine Zahlung von circa 230 000 Euro an die Telekom (oder einen Mitbewerber) nötig wäre. Entschieden werden soll darüber im September.

Die Kritik der Handwerkskammer an zu langsamer Umsetzung des Konjunkturpakets durch die Kommunen will Kämmerer Helmut Fiebig für Meerbusch nicht gelten lassen: Größere Projekte seien schließlich auf den Weg gebracht und die ersten Handwerker-Rechnungen gerade eingetroffen.

Quelle: RP

 
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