Meerbusch: Schlüssel für neuen Hausherrn
VON HEIKE SCHOOG - zuletzt aktualisiert: 24.01.2009Düsseldorf (RPO). Für 300 000 Euro hat die Arbeiterwohlfahrt Mönchengladbach die einzige Altentagesstätte in Meerbusch übernommen. Die Einrichtung soll eine zentrale Rolle in der Seniorenarbeit der Stadt spielen.
büderich Viele Steine und auch kantige Brocken haben die Stadt und die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Mönchengladbach aus dem Weg geräumt, juristische Klippen erfolgreich umschifft: Gestern überreichte Angelika Mielke-Westerlage, Erste Beigeordnete, den Schlüssel zur Awo-Altentagesstätte (Am Kapittelsbusch) an Hermann Jansen, Kreisvorsitzender der Awo Mönchengladbach. Für 300 000 Euro hatte diese das Haus gekauft und will es weiterführen. Jansen dankte vor allem der Beigeordneten für die konstruktive Zusammenarbeit. "Wir wollen hier die Arbeit für Menschen ausbauen", sagte Jansen.
Mehr Personal
Zum Hintergrund: Nachdem die Awo Grevenbroich Insolvenz angemeldet hatte, hat die Stadt von ihrem Heimfallrecht Gebrauch gemacht und das Gebäude Am Kapittelsbusch vorübergehend übernommen. Jetzt will die Awo Mönchengladbach die beliebte Altentagesstätte ausbauen. Ein Sozialpädagoge soll der Arbeit dort mehr Professionalität verleihen. Darüber hinaus soll eine weitere Kraft eingestellt werden, die den Kontakt zu den Besuchern pflegt.
Neue Angebote sollen Meerbuschs einzige Altentagesstätte attraktiver machen, kündigt auch Margret Koutalis-Weiß an. Sie ist Fachbereichsleiterin bei der Awo Mönchengladbach. Neue Kulturangebote, intensivere Kooperationen mit den Kirchen und Sportvereinen, Informationsveranstaltungen etwa zur Pflege sollen eingerichtet werden. "Auch die Arbeit und Unterstützung von Migranten ist ein Schwerpunkt unserer künftigen Arbeit", so Koutalis-Weiß. Sie ist froh, dass die Stadt die Arbeit in der Altentagesstätte auch weiterhin finanziell unterstützt. "Die Altentagesstätte soll ein Schlüsselrolle für die Seniorenarbeit in der Stadt spielen", sagte Angelika Mielke-Westerlage mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung. "Wir brauchen für die stetig wachsende Gruppe der Senioren neue Konzepte", so die Beigeordnete.
Unterstützt wird die Arbeit in der Altentagesstätte auch vom Land. Im Rahmen des Projektes ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand) sollen die vielen Ehrenamtler besser ausgebildet werden.
Außerdem will ZWAR beim Aufbau von Netzwerken für Senioren helfen.
Ehrenamtsforum in Tagesstätte
Angesichts der Vielzahl von Ehrenamtlichen, die nicht zuletzt den Betrieb nach der Insolvenz aufrecht erhalten haben, gibt es auch Überlegungen, das Ehrenamtsforum in der Altentagesstätte anzusiedeln.
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