Meerbusch: Schützenfest nur mit Security
VON ALEXANDER RUTH - zuletzt aktualisiert: 24.11.2008Düsseldorf (RPO). Zwei Verletzte und Sachbeschädigungen gab es nach dem Vogelschießen in Lank: Grund genug für Schützen, Polizei und Ordnungsdienst, gemeinsam gegen alkoholisierte Jugendliche vorzugehen.
Abi-Feiern, Halloween und Schützenfeste: Immer häufiger fallen Jugendliche durch Komasaufen, Vandalismus und Schlägereien auf. Jetzt trafen sich die Schützen des Bezirksverbandes Krefeld, Vertreter der Polizei des Rhein-Kreis Neuss und des Ordnungsamtes der Stadt Meerbusch, um gemeinsam präventive Konzepte und Methoden zu besprechen.
Auslöser für das Treffen in Meerbusch waren die Vorfälle rund um das Vogelschießen in Lank-Latum: zwei Verletzte und vier demolierte Autos waren die Bilanz nach dem Vogelschuss. „Wir sind bereit, Experimente zu machen“, versprach Heiko Bechert vom Ordnungsamt den anwesenden Meerbuscher Schützen. Schon jetzt macht sich der Druck bemerkbar: Bei einer Jugendschutzkontrolle im Nierster Zelt zum Hoppeditz Erwachen wurde ein Jugendlicher unter 16 Jahren erwischt. Polizist Detlef Fox, Leiter der Direktion Einsatz und Gefahrenabwehr im Kreis: „Kontrollen allein helfen nicht. Es muss schon beim Alkoholverkauf anfangen.“
Zusätzlich habe der Chef der Bezirkspolizisten im Kreis die Arbeitszeiten der Beamten bei Schützenfesten in die Nacht verlängert. Konkrete Maßnahmen für Lank-Latum stehen auch schon fest. „Wir werden einen Sicherheitsdienst einstellen“, verspricht Josef Schlungs, Geschäftsführer der St. Sebastianus Schützenbruderschaft. Weiter wollen sich die Lanker Schützen im März erneut mit der Polizei Meerbusch und dem Ordnungsamt treffen. „In jedem Ortsteil ist die Situation anders“, erklärt Bechert. „Wir werden individuelle Vorkehrungen treffen.“ Mit dem Sicherheitskonzept „Schützen schützen“ wurde bereits im vergangenen Jahr eine Abmachung zwischen dem Bezirksverband Krefeld und der Polizei im Rhein-Kreis Neuss getroffen, die die Zusammenarbeit intensivieren soll. Der Jugendausschuss der Stadt Meerbusch reagierte ebenfalls und will, dass das Festgelände eingezäunt wird.
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