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Meerbusch: Stadt soll auf die Elternbeiträge verzichten

zuletzt aktualisiert: 12.11.2008

Düsseldorf (RPO). Die Stadt soll auf die Beiträge für die Kinderbetreuung verzichten. Das will die SPD in den Haushaltsberatungen der Kommune beantragen. Schon im August 2009 soll der neue Service für Eltern eingeführt sein.

Betriebskindergärten sind für Eltern eine große Hilfe.  Foto: tmn
Betriebskindergärten sind für Eltern eine große Hilfe. Foto: tmn

Insgesamt würde dieser „Schritt in die Zukunft“ die Stadt jährlich zwei Millionen Euro kosten. „Das ist gut investiertes Geld“, meint Fraktionsvorsitzende Ilse Niederdellmann. Sie und ihre Mitstreiter seien bereit, für dieses Anliegen dicke Bretter zu bohren. „Es ist wohl viel Überzeugungsarbeit nötig“, vermutet die Büdericherin im Hinblick auf die bisherige Haltung der Stadtverwaltung und der CDU. „Es lohnt sich für dieses Ziel einzusetzen, auch wenn wir erst in ein oder zwei Jahren zum Erfolg kommen sollten“, erklärt Ilse Niederdellmann.

Ihre Fraktion habe einen Schwerpunkt in den Beratungen über die städtischen Finanzen in den Themen Familie und Senioren gesetzt. Zu den Forderungen der SPD zählen unter anderem, das Personal in der Erziehungsberatungsstelle um eine Kraft aufzustocken und die auch in der Schulsozialarbeit an der Gemeinschaftshauptschule und der Förderschule in Strümp einzusetzen. Ferner sollte die Straßensozialarbeit ausgeweitet werden.

„Es reicht eben nicht, nur die Auswüchse des Alkoholkonsums von Jugendlichen bei Winterwelt und Schützenfesten zu beklagen“, betont Ilse Niederdellmann. 145 000 Euro wollen die Sozialdemokraten für „zieldifferenten integrativen Unterricht“ an der Maria-Montessori-Gesamtschule ausgeben. Fünf Grundschüler mit Handycap könnten dorthin wechseln und entsprechend gefördert werden.

In der Seniorenarbeit solle die Stadt zulegen: Statt 243 000 Euro möchte die SPD 300 000 Euro für die offene Altenarbeit zur Verfügung stellen. Es sei nicht damit getan, in einer ZWAR (Zwischen Arbeit und Ruhestand)-Lenkungsgruppe Konzepte zu verabschieden. „Es müssen Taten folgen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende, die eine Vernetzung der Angebote unterschiedlicher Träger im Stadtgebiet begrüßen würde.

Um die Konjunktur zu beleben, regen die Sozialdemokraten an, die Stadt solle ihre Renovierungsvorhaben überall dort vorziehen, wo dadurch als Folge Energie eingespart werden könne. Außerdem wäre die Kommune gut beraten, am Bundeswettbewerb „energieeffiziente Straßenbeleuchtung“ teilzunehmen, um eventuell Zuschüsse zu bekommen.

Quelle: RP

 
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