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Meerbusch: Stalteri fühlt sich in Büderich wohl

VON CHRISTOPH BAUMEISTER - zuletzt aktualisiert: 20.04.2009

Düsseldorf (RPO). Kanadischer Nationalspieler und Bundesliga-Profi Paul Stalteri von Borussia Mönchengladbach lebt mit seiner Familie seit knapp fünf Monaten in Meerbusch. Mit seinem aktuellen Klub kämpft er derzeit um den Klassenerhalt.

Paul Stalteri fühlt sich in Meerbusch wohl.  Foto: RPO
Paul Stalteri fühlt sich in Meerbusch wohl. Foto: RPO

Seit knapp fünf Monaten hat die Fußball-Bundesliga Paul Stalteri wieder. Der Kapitän der kanadischen Nationalmannschaft heuerte bei der abstiegsbedrohten Borussia aus Mönchengladbach an, um dort die rechte Abwehrseite zu verstärken. Sein neues Zuhause fand Stalteri mit seiner Frau Christina und den beiden Kindern Izabella (3) und Leandro (8 Monate) in Büderich.

"Wir haben uns erst einige Häuser in Gladbach angeschaut, aber die haben uns nicht gefallen", berichtet der 31-Jährige. Eine Freundin habe ihnen dann den Tipp gegeben, sich einmal in Meerbusch umzusehen. Im Nachhinein erwies sich ihr Rat als Volltreffer. "Wir fühlen uns hier pudelwohl", erzählt Stalteri. In Büderich sei es sehr ruhig und auf der Dorfstraße gebe es alles, was die Familie brauche. Und auf der Autobahn und am Flughafen sei man ebenfalls ruckzuck.

Info

Steckbrief

Name: Paul Stalteri

Alter: 31 Jahre

Größe: 1,81 Meter

Gewicht: 77 Kilogramm

Bisherige Stationen: 1998 bis 2005: Werder Bremen, 2005 bis 2008: Tottenham Hotspur (in der Rückrunde 2007/08 an Fulham ausgeliehen), ab 2009: Borussia Mönchengladbach

Länderspiele: 67 für Kanada

Bundesliga-Spiele: 161 (6 Tore) Größte Erfolge: DFB-Pokal 1999 und 2004, Meisterschaft 2004

Ruckzuck ging es auch im Winter sein Wechsel nach Gladbach über die Bühne. Nachdem Gladbachs Sportchef Max Eberl bei ihm angefragt hatte, ob er Interesse habe, Borussia zu verstärken, zögerte er nicht lange. Denn bei seinem alten Verein, den Tottenham Hotspurs, war er zum Bankdrücker verkommen. Vier Jahre kickte der Lockenkopf auf der Insel. "In den ersten beiden Jahren war ich Stammspieler, danach lief es nicht mehr so gut", sagt er. Trotzdem bereue er die Zeit nicht. Es sei eine Super-Erfahrung gewesen, mal in der besten Liga der Welt gespielt zu haben.

Doch Stalteri wollte wieder Stammspieler werden. Deshalb entschloss er sich im Winter, an den Niederrhein zu wechseln, obwohl Borussia damals mit kläglichen elf Punkten die rote Laterne inne hatte. "Ich war mir sicher, dass die Mannschaft das Potenzial hat, den Klassenerhalt zu schaffen", sagt Stalteri. Gemeinsam mit den drei weiteren Neuzugängen Logan Bailly, Tomas Galásek und dem Brasilianer Dante sorgte der Rechtsverteidiger mit dafür, dass die Fohlen die "Schießbude der Liga" schlossen. Statt 35 Gegentreffer in der Vorrunde kassierten sie in der bisherigen Rückrunde in zehn Partien nur noch 14 Gegentore und holten dabei schon einen Punkt mehr als in der gesamten Hinserie.

"Wir haben noch sechs Endspiele vor uns. Ich bin überzeugt, dass wir es packen", sagt Stalteri. Der Abstiegskampf in der Bundesliga ist eine neue Erfahrung für ihn. Vor seinem England-Intermezzo war "Stally" – wie ihn seine Teamkameraden nennen – sieben Jahre lang für Werder Bremen tätig. Mit den Hanseaten holte er 2004 das Double: die Meisterschaft und den DFB-Pokal in einer Saison. "Mein größter sportlicher Erfolg. Ich werde nie vergessen, wie wir am drittletzten Spieltag mit einem 3:1-Sieg in München den Meistertitel klar gemacht haben", erinnert sich Stalteri.

Internationale Erfolge blieben ihm bis heute verwehrt. Mit der Nationalmannschaft ist das nicht weiter verwunderlich. Schließlich gehört Kanada im Fußball eher zu den Exoten. Dort ist Eishockey Nationalsport Nummer eins. "Die Ausrüstung dafür ist sehr teuer. Da ich auch noch zwei Brüder habe, konnten wir uns das damals nicht leisten. Deswegen habe ich im Alter von fünf Jahren mit dem Fußball spielen begonnen", erzählt Stalteri. Im Nachhinein eine goldrichtige Entscheidung. Genau wie die, nach Büderich zu ziehen.

Stalteri: "So lange ich bei Borussia spiele, werde ich sicher hier wohnen bleiben."

Quelle: RP

 
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