Meerbusch: Strampeln für die Gemeinde
VON ALEXANDER RUTH - zuletzt aktualisiert: 21.09.2009Düsseldorf (RPO). Rund 5000 Besucher kamen zum Kirchplatz in Osterath. Das Pfarrfest lockte mit Grillspezialitäten, kühlen Getränken und spannenden Attraktionen. Zum nächtlichen Tanzfest am Vorabend kamen 800 auf den Platz.
Osterath Das Wochenende steht ganz im Zeichen der Familie und der Gemeinschaft. Bei strahlendem Sonnenschein feiern die Osterather Katholiken ihr Pfarrfest und lassen den Alltag beiseite: mit dem "Tanz unter den Linden" am Samstag und der Pfarrkirmes am Sonntag. Rund 800 Besucher schauen dabei in der Nacht direkt vor St. Nikolaus vorbei und verwandeln den Ortskern in einen Tanzpalast. Für Klang und Rhythmus sorgen die internationale Showband "Nightliner" und die Werstener Showfanfaren.
"Es war eine klasse Stimmung", sagt Peter Reinders vom Organisationsteam und ist stolz auf seine Mannschaft. Mit rund zehn Leuten bereitet das Team schon seit Anfang des Jahres das Event vor. Und dabei gibt es viel zu koordinieren. Denn am Sonntag stehen über 20 Stände verteilt auf dem Platz und bieten Jung und Alt genügend Attraktionen – für fast 5000 Besucher. Über 200 Ehrenamtliche sorgen in verschiedenen Schichten dafür, dass Kinderkarussell und Dosenwerfen funktionieren, und Waffeln sowie Koteletts gar sind, die Getränke gekühlt.
"Ich habe das erste Herz aufgeklebt", sagt Jan Dlugosch (11) am Stand "Jesus hat viele Anhänger". Auf ein großes Papierherz können Besucher kleine Bildchen kleben, die sie vorher liebevoll gemalt haben – ein Symbol des Friedens und der Einigkeit. Dort suchen die Gemeindemitglieder gleichzeitig auch Ehrenamtliche für neun Hauptbereiche wie Besuchsdienst, Kinder- und Jugendchöre sowie die Vorbereitung für den Empfang der Sakramente. Ein Zeichen für die Bewegung innerhalb der fusionierenden Gemeinde. "Wir brauchen in Zukunft mehr Helfer", sagt Pfarrbüro-Sekretärin Kirsten Dlugosch. Ziemlich in Bewegung sind auch Pfarrer Norbert Viertel und Hermann-Josef Schagen, die ebenfalls auf Symbolik setzen. Mit einer Sonnenblumen-Rikscha fahren die Pastoren Besucher rund um den Kirchplatz – Norbert Viertel als Fahrer und Schagen mit Schaffnermütze auf der Rückbank.
"Wir sind mit ihnen unterwegs", steht vorne auf dem Lenkrad neben der "Krokodilhupe". Auch Gisela (50) und Christina Meyer (17) aus Strümp sind eingestiegen. "Wir testen die Sportlichkeit des Pastoralteams", sagt Gisela Meyer und lässt sich von den Dienern Gottes chauffieren. Generell ist gute Laune angesagt. Ein wenig entfernt steht Tobias Coers (31) aus Lank-Latum und schaut den Neffen Zoe (5) und Noah (2) zu, wie sie auf einem Schlitten mit Sturzhelm eine Rollrampe herunterbrausen. Kirchenpolitik ist nicht angesagt. Wegen der Musik und Bekannten und sind auch Reinhard und Ute Paschmanns aus Bösinghoven gekommen. "Wir sind Musikfans", sagt Ute Paschmanns. "Das ist ein klasse Dorffest."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum