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Meerbusch: Teurer Winter Die Frostschäden sind beseitigt. Die Höhe der Kosten für Material und Arbeitsstunden ist noch nicht errechnet. All

VON HEIKE SCHOOG - zuletzt aktualisiert: 17.03.2010

Düsseldorf (RPO). Straßenbauer Carsten Beck (33) und Helfer Willi Wolters (44) sind wieder unterwegs. Ihr Ziel ist die Poststraße Höhe Dückersstraße in Büderich. Sie füllen Kaltasphalt in die Schlaglöcher, die der Frost hinterlassen hat. Die Liste ist fast abgearbeitet. 330 Schadstellen hat der lange Winter auf den Straßen der Stadt hinterlassen. "Wir sind jetzt fast durch", zieht Bauhofleiter Marcus Töpp Bilanz. Täglich seien drei Kolonnen mit je zwei bis drei Mitarbeitern unterwegs gewesen, um den Untergrund von Bodenplatten zu begradigen oder Löcher im Asphalt ausfüllen.

"Frostschäden entstehen, wenn Wasser in Hohlräume gelaufen ist und sich bei Frost Eis bildet", erläutert Toepp, der seit sieben Wochen den Bauhof in Büderich leitet. "Durch die Eisbildung dehnt sich die Masse aus. Der Asphalt wird gesprengt. Es entstehen Löcher in den Straßen", so Töpp. Oder: "Wasser sickert durch die Fugen zwischen den Bodenplatten. Bei Minustemperaturen dehnt sich der Untergrund aus. Dieser wird uneben und die Platten heben sich. Auf den Wegen können sie zu gefährlichen Fußangeln werden", weiß der Bauhhofleiter.

Wie viel der harte Winter tatsächlich gekostet hat, kann zurzeit noch niemand sagen. Material und Arbeitsstunden, die in den verschiedenen Bereichen angefallen sind, sind noch nicht exakt ausgerechnet. "Erst wenn wir vier Wochen lang keinen Schnee und keinen Frost hatten, können wir Genaues sagen", erläutert Wolfgang Trapp, Abteilungsleiter Straßen und Kanäle im Planungsdezernat der Stadt.

3900 Überstunden

Rund 3900 Überstunden sind während des Winters angefallen. "Inzwischen sind wir bei 3700. Einige haben wir schon abgebaut." Töpp geht davon aus, dass sie sich die Zusatzstunden auf etwa 60 Mitarbeiter verteilen "Ob sie alle abgefeiert werden müssen oder ausbezahlt werden, ist noch offen. Wir suchen nach individuellen Möglichkeiten", sagt Töpp.

Allein für Salz und Splitt hat die Stadt reichlich Geld ausgegeben. "Durchschnittlich hat eine Tonne Salz etwa 79 Euro gekostet", rechnet Töpp. Bei einem Verbrauch von rund 600 Tonnen macht das etwa 47 000 Euro für Streusalz. Pro Tonne Splitt hat die Stadt im Schnitt 30 Euro bezahlt – macht rund 5250 Euro. Welche zusätzlichen Heizkosten in Schulen und öffentlichen Gebäuden aufgelaufen sind, hat der Service Immobilien noch nicht errechnet.

Jetzt naht der Frühling. Gefahrenstellen aufgrund eisiger Temperaturen gibt es zur Zeit keine mehr, 250 so genannte "normale" Stellen müssen noch beseitigt werden. Alle vier Wochen sind Straßenbegeher im gesamten Stadtgebiet unterwegs, sie versorgen dann die Straßenbauer Beck und Wolters mit neuen Aufträgen.

Quelle: RP

 
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