Meerbusch: Umbau Haltestelle Bovert
VON HEIKE SCHOOG - zuletzt aktualisiert: 27.11.2009Düsseldorf (RPO). Für 900 000 Euro wird die letzte der insgesamt sieben Haltestellen in Meerbusch behindertengerecht umgebaut. Mit der Fertigstellung rechnet die Rheinbahn im Juni. Ersatzhaltepunkte werden eingerichtet.
bovert Der letzte von insgesamt sieben Bahnsteigen wird umgebaut. Gestern griffen die Bauarbeiter an der Haltestelle Bovert zum Spaten. Für 900 000 Euro werden zwei Hochbahnsteige angelegt, damit die Fahrgäste der Linien U 76, U 74 und U 70 stufenlos ein-und aussteigen können. "Das ist wichtig für eine Stadt wie Meerbusch", sagte Planungsdezernent Dr. Just Gérard mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung. "In Meerbusch werden immer mehr ältere Menschen leben, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind", so der Dezernent.
Bovert ist nicht ohne Grund die letzte Haltestelle, die umgebaut werden muss. "Wir haben sie gerade noch in das Programm bekommen", erläuterte Ralf Lüdeking, Leiter des Bereiches Infrastruktur bei der Rheinbahn. Wegen der kontrovers diskutierten Planung für eine Meerbuscher Mitte (Strümp) sei der Umbau der Haltestelle Meerbuscher Straße/Mönkesweg immer wieder verschoben worden. "Es war unklar, ob die Schienen verschwenkt werden müssen", so Lüdeking.
Knotenpunkt Haus Meer
Gestartet wurde das Umbauprogramm im Jahr 1990 am Knotenpunkt Haus Meer. "Das Programm hängt an den Plänen für den U-Bahn-Bau in Düsseldorf", so Lüdeking. Und der habe in den 80er Jahren begonnen. Zuletzt hat die Rheinbahn im Jahr 2001 die Stadtbahn-Haltestelle Hoterheide behindertengerecht und barrierefrei ausgerüstet. In Bovert kommen jetzt die 95 Zentimeter hohen Bahnsteige weg. Ein- und Aussteigen wird für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen einfacher, weil es auf einem Niveau geschehen kann. Darüber hinaus wird der neue Bahnsteig wie alle anderen auch mit dynamischen Fahrgastinformations-Anzeigern, mit Notrufsäulen sowie mit Videoüberwachung ausgerüstet sein. Mit der Fertigstellung rechnet Lüdeking im Juni 2010. Bis dahin müssen Fahrgäste die beiden provisorischen Haltepunkte rund um die Baustelle nutzen. Rund 6000 Menschen fahren täglich von Düsseldorf nach Krefeld über Meerbusch. "Diese Strecke ist die wichtigste Städteverbindung im Netz der Rheinbahn", so Lüdeking. Allein an der Haltestelle Bovert steigen jeden Tag etwa 800 Fahrgäste ein und aus.
Darüber hinaus ist die Strecke auch die älteste Schienenverbindung der Rheinbahn. Eine "elektrische Schnellbahn" sollte die Städte verbinden. 1898 "raste" zum ersten Mal eine Bahn mit 40 Stundenkilometern von Düsseldorf nach Krefgeld – über die von der Rheinbahn zu diesem Zweck erbaute Oberkasseler Brücke. So steht es im Archiv der Rheinbahn, das Pressesprecherin Heike Schuster befragt hat.
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