Meerbusch: Unterwegs für die "Times"
VON CHRISTOPH BAUMEISTER - zuletzt aktualisiert: 27.01.2009Düsseldorf (RPO). Zehn Mataré-Schüler haben in Londoner Betrieben Praktika gemacht: Sie haben in der Bank gelernt, die Arbeit im Ingenieurbüro kennengelernt und im Kindergarten mitgemacht.
büderich Ein Betriebspraktikum in der Weltmetropole London – für zehn Schüler der Jahrgangsstufe 11 des Mataré-Gymnasiums in Büderich wurde dieses außergewöhnliche Erlebnis jetzt wahr. Zehn Tage die Gäste in einem Fünf-Sterne-Hotel empfangen, die Abläufe in einer Investmentbank kennenlernen, Top-Anwälten über die Schulter schauen oder für die "Times" recherchieren. Diese und andere spannende Aufgaben hatten die 16- und 17-Jährigen zu bewältigen.
"Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes machen, aber im Nachhinein war das Praktikum im Kindergarten genau das Richtige für mich", sagt Lea Rütten. Die Kinder seien total offen auf sie zugegangen, wodurch sie gezwungen war, viel Englisch zu sprechen. Gleiches berichtete Kaja Guzen, die in einer Grundschule unter gebracht war. "Mein Englisch ist auf jeden Fall besser geworden", sagt sie.
Einblick in die Finanzwelt
Trotz Bankenkrise verschafften sich Felix Malewski und Max Polwin einen Einblick in die Finanzwelt. Beide zeigten sich begeistert: "Es hat mir viel für meine Zukunft gebracht. Das ist genau der Job, den ich später anstrebe", schwärmte Max, der sein Talent unter Beweis stellte: Binnen drei Tagen steigerte er den Gewinn seines virtuellen Depots von 50 000 auf 65 000 Pfund. Den Check-In und -Out sowie die Buchung des Restaurants im Hyatt-Hotel verrichtete Lena Corbach. "Es war super, weil ich sehr viel selbstständig machen durfte", erzählte sie. Das galt nicht für Franziska Cao, die in einer Maschinenfabrik unterkam, und Robin Gutzen, der auf einem kleinen Flughafen beschäftigt war. Außer den üblichen Praktikumstätigkeiten wie Kopieren oder Papierkram erledigen, durften sie nicht viel machen. Dong-ug Yoon stellte fest, dass ihn der Beruf des Anwalts nun nicht mehr reizt. "Es war alles sehr interessant, aber es ist nicht das Wahre für mich", meinte er.
Alma Kafaie war dagegen sichtlich angetan. Sie recherchierte selbstständig für die Kulturredaktion der "Times". Unter anderen war sie bei einer Museumseröffnung dabei, die nur für Journalisten zugänglich war. "Es war zu 100 Prozent die richtige Wahl", sagte sie. Auch Maximilian Vossel war mit seiner Ingenieursfirma zufrieden: "Physik und Berechnungen werden mich auch in Zukunft interessieren." Neben dem Sightseeing stand für die Büdericher der Besuch von Eliteschulen sowie der Universität von Cambridge auf dem Programm.
"Wir haben in den zehn Tagen richtig viel erlebt. Das war eine tolle Erfahrung", waren sich alle zehn Teilnehmer einig.
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