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Meerbusch: Zwei himmlische Schwestern

VON KATRIN IWANCZUK - zuletzt aktualisiert: 08.10.2007

Düsseldorf (RPO). Im 25. Jahr seines Bestehens präsentierte das „Lotumer Buretheater“ ein weiteres warmherziges Stück.

Dabei geht es um pfiffige Geschwister, die versuchen, ihre Nachbarn aus dem Haus zu ekeln.
Die beiden Schwestern Helene und Emmi (links) lassen sich einiges einfallen, um ihre Nachbarn zu tyrannisieren. Dabei ergeben sich viele Verwicklungen.   Foto: RPO
Die beiden Schwestern Helene und Emmi (links) lassen sich einiges einfallen, um ihre Nachbarn zu tyrannisieren. Dabei ergeben sich viele Verwicklungen. Foto: RPO

1664 Stunden Probe, 466 Aufführungen, 47 Akteure hinter und 59 auf der Bühne – in 25 Jahren ist beim „Lotumer Buretheater“ eine Menge passiert. So begann die Premiere des neuen Stückes „Bove wohne Engel“ im Forum Wasserturm in Lank-Latum auch mit einem Rückblick auf die vergangene Zeit. „Wir wünschen uns weitere 25 Jahre“, sagte Bürgermeister Dieter Spindler begeistert, dagegen hatte auch das Publikum nichts einzuwenden. So bekam es wieder eine Geschichte geboten, wie sie nur das Dorfleben schreiben kann.

Ärger im Mietshaus

In den Nachkriegsjahrzehnten gibt es im Mehrfamilienhaus auf der Rheinstrasse Ärger. Nicht jeder, der oben wohnt und Engel heißt, muss auch einer sein. So wollen die zwei Schwestern Helene und Emmi lieber die größere Wohnung unter ihnen beziehen, die der Vermieter Mümmelbach jedoch bereits an eine Familie mit Kindern vermietet hat. Da bleibt den pfiffigen Schwestern keine andere Lösung als ihren Neffen Rudi aufzunehmen, um ebenfalls beim Vermieter mit großer Familie zu punkten und den neuen Nachbarn das Leben zur Hölle zu machen.

Info

Daten und Karten

Zu sehen ist „Bove wohne Engel“ noch bis zum 11. November, jeweils Freitags und Samstags um 20 Uhr, Sonntags um 18.00 Uhr, und am Donnerstag, 11. November, um 18 Uhr.

Karten sind erhältlich bei Optik Paschmanns, Bommershöferweg 2-8 in Osterath, bei Optik Engels, Hauptstraße 43 in Büderich und bei Optik Kamp, Hauptstraße 43 in Lank-Latum. Ab Mittwoch, den 10. Oktober sind die Karten jedoch nur noch in Lank-Latum erhältlich.

Liesel Beeck und Barbara Skerhut als Schwesternduo deklamieren dabei die christliche Nächstenliebe, wollen die Nachbarn jedoch mit halbstündigen Klopfkonzerten mit Büchern auf dem Küchentisch in den Wahnsinn treiben. „Bei uns wird nicht gebumst!“ erklärt Emmi da jedoch im Brustton der Überzeugung, sobald die Nachbarn den Geräuschen auf den Grund gehen wollen. Ein Plan, der aufzugehen scheint, wäre da nicht der Neffe Rudi (Sebastian Engels), der sich bei den Tanten für die schlechte Behandlung seiner Mutter rächen möchte und sich außerdem in die Nachbarstochter (Christiane Rütten) verliebt. So kommt es wie es kommen muss, er erwischt die Tanten bei ihrem Klopfritual und beschließt, sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. So werden sie fortan von unheimlichen Geräuschen heimgesucht, was sie schließlich zur Reue treibt.

Besonders überzeugen konnte Angela Pütz in der Rolle der Frau Poezges, einer weiteren Nachbarin, die gerne hilft, sich aber auch mal bei den anderen bedient. Ob mit Zigarette und Bademantel oder in Trauerkleidung, weil sie einen Mord wittert, überall mischt sie sich ein und gerät so schnell mit Vermieter Mümmelbach (Daniel Groß) aneinander. Nicht jedoch, ohne vorher bei den Tanten noch ein paar Gespenstergeschichten und Mordkomplotte loszuwerden.

Die Schauspieler überzeugten in einer lustigen Geschichte mit skurrilen Charakteren, da wurden einige Textschwächen schnell verziehen. Unter der Leitung von Karl Schmalbach entstand wie in jedem Jahr ein warmherziges Stück, das einmal mehr gute Unterhaltung garantiert.

Quelle: RP

 
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