Mettmann: 2006: Zwei Verkehrstote
VON OLIVER WIEGAND - zuletzt aktualisiert: 20.03.2007Düsseldorf (RPO). Polizei stellte Statistik zu Verkehrsunfällen und Kriminalität vor. Zahl der Straftaten stieg an.
Jugendbande sorgte mit Raubüberfällen am Jubiläumsplatz für Schrecken. Heute ist die Kreisstadt wieder ruhig.Die Zahl der Verkehrsunfälle in der Kreisstadt Mettmann ist im Jahr 2006 zurückgegangen. Krachte es 2005 auf den Straßen noch 1173 mal, so waren es 2006 genau 1026 Unfälle. „Davon leider zwei tödliche“, sagte Dirk Druyen, Leiter der Polizeiinspektion, gestern bei der Vorstellung der Zahlen.
Alkoholisierte Fußgänger
Im September verunglückte ein Motorradfahrer auf dem Südring tödlich, als er beim Überholen mit einem bereits nach links abbiegenden Gespann kollidierte. Ums Leben kam auch ein junger Mann im November, als er nachts die Talstraße überquerte und von einem Taxi erfasst wurde. Die Zahl der bei Verkehrsunfällen schwer Verletzten stieg geringfügig von 21 auf 24. Alkohol als Mit-Unfallursache war in 15 Fällen im Spiel. „Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass im Straßenverkehr auch stark alkoholisierte Fußgänger in Unfälle verwickelt werden. Im Blick hat die Polizei die gestiegene Zahl der Unfälle (2005: 49/2006: 63), in die Senioren über 65 Jahre verwickelt waren.
Mehr Unfallfluchten
Die Zahl der Unfallfluchten ist gestiegen. In 243 von 907 Unfällen entfernten sich die Verursacher, ohne Namen oder Adresse zu hinterlassen.
Wenn die Täter erwischt werden, drohen Fahrverbot sowie mindestens 1000 Euro Strafe.
Dennoch entfernen sich immer wieder Fahrer aus Angst vor steigenden Versicherungsprämien .
Ein Kind schwer verletzt
Die Zahl der Kinder, die als Radfahrer oder Fußgänger in Unfälle verwickelt wurden, sank leicht von 16 auf 13. „Ein Kind wurde schwer, elf Kinder leicht verletzt“, sagte Vieweg. Spektakulär: Ein Unfall auf dem Düsselring, bei dem ein Kind angefahren wurde, das die Straße auf dem Zebrastreifen überqueren wollte. Nach wie vor ist die Gruppe der 18 bis 24 Jahre alten Fahrer mit 32 Prozent relativ stark an der Gesamtzahl der Unfälle beteiligt. Gründe: Wagemut und Unerfahrenheit.
Bei der Kriminalitätsstatistik waren es ebenfalls Jugendliche, die mit Raubüberfällen und Schlägereien rund um den Jubi die Zahlen in die Höhe trieben. „Seit die Bande dingfest gemacht und verurteilt wurde, ist es in der Innenstadt wieder ruhig geworden“, sagte Druyen. Die Zahl der Straftaten in Mettmann lag im Jahr 2006 bei 2428 Fällen. Das sind 184 mehr als im Jahr 2005. „Erfreulich ist die Aufklärungsquote von 44,9 Prozent“, erklärte der Leiter des Ermittlungsdienstes, Hardo Müller. 239 Personen waren zwischen acht und 21 Jahren alt. „Handy-Abzocke, Schlägereien, Motorroller- oder Ladendiebstahl sind die typischen Delikte in dieser Altersgruppe“, erklärte Müller. Die Zahl der Diebstähle macht einen Anteil von 49,7 Prozent an der Gesamtkriminalität aus. 102 Wohnungseinbrüche verzeichnete die Polizei, davon blieben 38 im Versuchsstadium stecken. Allerdings liegt die Aufklärungsquote nur bei 6,9 Prozent.
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