Wülfrath: Abwahlantrag ist vom Tisch
VON JOCHEN DELPHENDAHL - zuletzt aktualisiert: 13.09.2007Düsseldorf (RPO). Der vom Parteivorstand der Wülfrather CDU Mitte Juli initiierte Abwahlantrag gegen Bürgermeisterin Barbara Lorenz-Allendorff ist gescheitert. Bislang liegen dem stellvertretenden Bürgermeister Horst Hoenke lediglich zwölf Unterschriften (alle von CDU-Ratsmitgliedern) vor. Damit der Abwahlantrag überhaupt im Stadtrat gestellt werden kann, muss er von mindestens 18 Ratsmitgliedern unterzeichnet sein. Die CDU-Ratsfraktion hatte mit großer Mehrheit beschlossen, den vom Parteivorstand angeregten Abwahlantrag einzubringen.
Doch dazu wird es wohl nicht kommen. Auch die DLW sieht zwar Schwächen in der Amtsführung der Bürgermeisterin, lehnt die Abwahl aber ab. Grüne/WWG haben nach reiflicher Überlegung und einem Gespräch mit der Bürgermeisterin beschlossen, sich ebenfalls nicht zu beteiligen. Solange die Bürgermeisterin alle von der Kommunalaufsicht angemahnten Punkte (vor allen das Haushaltssicherungskonzept) abarbeite, werde sich die Fraktion nicht gegen Lorenz-Allendorff stellen, sagte Petra Weskott, Fraktionssprecherin. Aus der FDP war zu hören, dass nicht alle drei Ratsmitglieder für den Abwahlantrag sind.
Auch von der zweitgrößten Fraktion, der SPD (zehn Sitze), erhält die CDU keine Unterstützung. „Die SPD sieht keinen Erfolg. Die Gründe für eine Abwahl sind den Bürgern nicht zu vermitteln“, sagte Fraktionsvorsitzender Manfred Hoffmann. Führungsschwäche und Zerwürfnisse in der Verwaltungsführung seien keine ausreichenden Gründe. Die CDU habe das Verfahren unklug eingestielt.
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