Wülfrath: Als Jugend-Botschafter ein Jahr in die USA
VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 14.07.2007Düsseldorf (RPO). Für Lasse Sören Krieger (16) erfüllt sich ein Traum. Der Schüler des Wülfrather Gymnasiums geht als Stipendiat für ein Jahr in die USA. Er wird ab dem Sommer den Nordkreis Mettmann im Parlamentarischen Patenschaftsprogramm (PPP) und des US-Kongresses vertreten. Die Patenschaft übernimmt Kerstin Griese, MdB.
Viele tolle Erfahrungen
„Ich beneide ihn um die Chance. Schade, dass ich nicht selbst so ein Jahr im Ausland verbringen kann. Ich wünsche ihm viele tolle Erfahrungen“, sagte die Bundestagsabgeordnete in einem Pressegespräch. Im Rahmen eines Fellowship-Programms verbrachte sie 1999 vier Wochen in den Staaten. „Das hat mir den Blick geweitet.“ Angeregt durch den Englisch-Unterricht hatte Lasse angefangen, sich für die USA und einen Schüleraustausch zu interessieren. „So viele Kulturen in einem Land. Dass die das geschafft haben. Glaube ich jedenfalls.“ Auf der Suche nach Möglichkeiten, nach Amerika zu kommen, habe er ein bisschen „gegoogelt“, sei auf PPP gestoßen und habe seine Bewerbung hingeschickt.
Was ist PPP?
PPP ist ein auf Gegenseitigkeit angelegtes Jugendaustauschprogramm für Schüler und junge Berufstätige.
Ziel: die Bedeutung freundschaftlicher Zusammenarbeit, die auf gemeinsamen politischen und kulturellen Wertvorstellungen beruht, zu vermitteln.
Anlass: 300. Jahrestag der ersten deutschen Einwanderung, 1983 vom Bundestag beschlossen.
360 PPP-Stipendien werden jährlich in Deutschland vergeben. Unter den 36 Interessenten, die sich im Wahlkreis von Kerstin Griese bewarben und von der Fachorganisation, „Youth für Understanding“, vorsortiert wurden, gehörte Lasse Sören zu den dreien, die der Abgeordneten schließlich als geeignet vorgeschlagen wurden. „Lasse ist ein sehr engagierter Junge. Er war viermal Klassensprecher, engagiert sich in der evangelischen Jugend, ist gut in Englisch – und er ist ein guter Botschafter für Deutschland“, bekräftigte Griese ihre Entscheidung. Zu den Erwartungen gehört, dass sie als junge Botschafter ihres Landes einen dauerhaften Beitrag zu einer besseren Verständigung zwischen jungen Deutschen und Amerikanern leisten. In Vorbereitungstreffen werden sie auf ihre Rolle vorbereitet. Für den Wülfrather ist es der erste USA-Besuch und der zweite Flug überhaupt. Er lebt bei einer Gastfamilie in Fayetteville, Arkansas (65000 Einwohner). Sie sei an Europa interessiert, war schon mal in Deutschland, habe zwei Töchter. In regem E-Mail-Verkehr habe er schon einiges über sie erfahren. Statt hier die 11. Jahrgangsstufe besucht er in Fayetteville die 12. Klasse der Highschool. Seine Sportart ist seit 12 Jahren Handball. Angesichts seiner Größe von 1,93 Meter, rechnet Lasse damit, auf der Highschool zu Basketball zu wechseln. Am 7. August geht die Reise los. „Ich bin riesig gespannt und freue mich, mir ein eigenes Bild machen zu dürfen“, strahlte Lasse.
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