Mettmann: An(ge)dacht: Auf Gottes Kraft verlassen
zuletzt aktualisiert: 11.02.2012 - 15:03Mettmann (RP). Roland Emmerich lässt es krachen. In seinen Filmen dauert es nicht lange bis etwas in Schutt und Asche gelegt wird. Bauwerke, Städte oder die ganze Welt.
Ob Natur oder Außerirdische, die Gegner sind immer übermächtig und der Mensch muss sehen, wie er überlebt. Für uns Zuschauer ist das spannend und unterhaltsam. Wir können vom Sessel aus verfolgen, wie sich die Helden der Geschichte bei Gefahren verhalten, wie sie Opfer bringen, kämpfen, verlieren und gewinnen. In der Regel entbrennt der sprichwörtlich gewordene Kampf zwischen David und Goliath. Spätestens, wenn in „Independence Day“ das Weiße Haus von Aliens in einem Streich in seine Einzelteile zerlegt wird, wird klar, wer hier Goliath ist.
Ein David in der Geschichte ist schnell gefunden: David Levinson ist ein Wissenschaftler, der vergeblich versucht, seinen Mitmenschen umweltgerechtes Verhalten beizubringen. Zuerst milde belächelt, ist er es, der die entscheidende Idee entwickelt, wie Goliath zu besiegen ist.
Wie damals bei David und den Philistern trifft er die Außerirdischen an ihrer einzigen Schwachstelle und schleudert dazu dem Gegner einen „Stein“ ins Zentrum der Macht. Der Schwache, Kleine siegt über den übergroßen Gegner. Im „Original“ - nachzulesen in der Bibel (1. Samuel 17) - findet der kleine David vor dem Kampf gegen Goliath klare Worte: „Der Herr der mich vor den Löwen und Bären errettet hat, der wird mich auch erretten vor diesem Philister.“ Voll Vertrauen verlässt er sich mutig auf Gottes Kraft, die in dem Schwachen mächtig ist - auch wenn der Gegner übermächtig scheint. Ich wünsche mir und Ihnen, dass die Kraft Gottes in unser aller Schwachheit erkennbar wird.
Karsten Thies, Diakon und Jugendleiter Ev. Kirchengemeinde Mettmann
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