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Mettmann/Erkrath: An(ge)dacht: Die Karnevalstage als Angebot

zuletzt aktualisiert: 26.02.2011 - 13:39

Düsseldorf (RPO). Karneval? „Ich brauch keine ,fünfte Jahreszeit', um mich auf Befehl zu freuen!“, eine Aussage, die man oft hören kann. Aber - im Karneval geht es ja nicht darum, etwas zu müssen. Die Karnevalstage sind ein Angebot, das Leben ein Stück bunter zu erleben, als es manchmal die graue und triste Alltagswelt zulässt.

Pastor Günter Ernst als „Kirchenmaus“.  Foto: Ev. Kirche
Pastor Günter Ernst als „Kirchenmaus“. Foto: Ev. Kirche

Karneval steht für einen farben- und lebensfrohen Blick hinter die Kulissen. So wie es der Kirchenmaus beim Pfarrkarneval gelingt, die eigenen Schwächen und die ihrer Mitgeschöpfe auf den Arm zu nehmen. „Wer sich selbst auf den Arm nimmt, erspart anderen die Arbeit.“ - Und, über sich selbst zu lachen ist befreiend, entlastend und rückt manche Verrücktheit wieder an die richtige Stelle.“ Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“

Manches im Leben ist nicht zum Lachen. Und durch manche Lebensumstände bleibt uns das Lachen im Halse stecken. Wie dankbar sind wir dann den Menschen, die uns wieder Freude schenken können, die uns wieder Schmunzeln lassen durch liebe Worte, durch einen kleinen Scherz oder eine nette Geste. Jeder hat es von uns erlebt, wie belebend und befreiend das Lachen ist; wie wohltuend, wenn ein Lächeln oder Schmunzeln den Ärger vergessen lässt. Freude schenken, für andere da zu sein, Freudenbotin und Freudenbote zu sein, - das kann jeder und das ist ja nun nicht auf die ?fünfte Jahreszeit? beschränkt. Und welch einen Reichtum besitzt ein Mensch, der sich von Herzen freuen - und andere mit seiner Freude anstecken kann. Viele Dinge in unserem Leben sind uns oft so selbstverständlich, wo andere Menschen oft nur von träumen können: Die Liebe und Freundschaft von Menschen an unserer Seite, oder ein Dach über dem Kopf, ein schönes Zuhause oder ein köstliches Essen. Welch große Freude können diese Reichtümer des Lebens auslösen, wenn wir dankbar erkennen, wie reich beschenkt wir eigentlich sind. Wann haben Sie sich das letzte Mal so richtig gefreut und worüber? Und haben Sie mit ihrer Freude andere angesteckt? Freude kann man nicht für sich behalten, man will sie anderen zeigen, den Grund anderen mitteilen. Andere sollen sich mit uns freuen. So wird Freude ansteckend, mitreißend, lebensspendend und lebensbejahend.

Und weil Karneval ist, zum Schluss noch ein Witz von der Kirchenmaus: Treffen sich der katholische Pastor und die evangelische Pfarrerin. Sie sagt: „Lieber Mitbruder, ich hatte einen anstrengenden Tag, zwei Beerdigungen, eine Einäscherung und eine Kompostierung.“ „Wieso Kompostierung?“, will der katholische Kollege wissen. „Na ja,“ sagt die Evangelische, „auch die Grünen werden älter!“ Brüder und Schwestern! Herren und Damen! Gelobt sei, wat Freud? macht in Ewigkeit. Amen! - Helau

Pastor Günter Ernst, Katholische Kirchengemeinde St. Johannes der Täufer und Mariä Himmelfahrt, Erkrath

Quelle: RP

 
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