Mettmann: An(ge)dacht: Warteschleifen
zuletzt aktualisiert: 27.11.2010Düsseldorf (RPO). Wir haben es alle schon erlebt: Man ruft irgendwo an und wird von einer freundlichen Stimme in die Warteschleife geschickt – mit dem Hinweis, schnellstens verbunden zu werden. Am morgigen Sonntag beginnt auch eine Art von Warteschleife – die Adventszeit.
In dieser Zeit warten wir auf Weihnachten – das Fest der Geburt Jesu Christi, durch die sich Gott untrennbar mit uns Menschen verbunden hat. Wir warten auf Weihnachten und haben vielleicht auch ganz konkrete Erwartungen, die dieses Fest erfüllen soll – wie zum Beispiel die Sehnsucht nach Harmonie, nach Geborgenheit und Frieden.
Ganz gleich welche Erwartungen es auch sind, sie alle lassen ahnen, dass das Leben mehr sein muss als das, was wir besitzen und uns leisten können. Denn das alles kann sehr bald zerrinnen: Besitz und Geld, Gesundheit und gesellschaftliche Positionen. Und vor allem: Unser Leben wird mit Sicherheit einmal zu Ende gehen. Was dann? Ja, was kommt nach dem Ende? – Diese Frage verweist uns unweigerlich auf eine weitere Warteschleife.
Und das ist jene, die mit unserer Geburt begonnen hat und mit dem Tod enden wird, der uns seit unserer Geburt erwartet. "Advent" heißt "Ankunft", und mit dieser ist aus christlicher Sicht nicht nur die Geburt Jesu gemeint, sondern auch seine Wiederkunft am Ende der Zeiten.
Von daher kann die Adventszeit mehr sein als ein bloßes Warten auf Weihnachten – nämlich eine Zeit, die uns bewusst macht, dass die Geschichte unseres Lebens und die Geschichte der Welt auf ein festgelegtes Ziel zugehen. – Dieses Ziel ist Jesus Christus, der am Ende der Zeiten wiederkommen wird, um alles zu zu vollenden. Und dann wird auch die große Warteschleife unseres Lebens ihr Ziel finden, indem wir endgültig und für immer mit Gott verbunden sein werden.
Pastoralreferent Albert Floer Katholische Pfarreiengemeinschaft Mettmann
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