Wülfrath: Apfeltag am Zeittunnel
VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 05.10.2011Wülfrath (RP). Am Abschlusswochenende strömen über 1000 Gäste zur Erdgeschichte-Ausstellung. Frischer Saft und Kuchen sind die Renner. In der Saison 2011 werden 14 532 Besucher gezählt.
Die Fledermäuse können in Kürze ihr altes Quartier "Zeittunnel" beziehen. Letztmalig in der neunten Saison strömten am Montag zahlreiche Kinder und Erwachsene in die Ausstellung von rund 400 Millionen Jahren Erdgeschichte. Jetzt müssen die Exponate im Zeittunnel nur noch wetter- und winterfest verpackt werden. In dieser Saison besuchten insgesamt 14 532 Männer und Frauen sowie Kinder und Jugendliche den Zeittunnel.
Bei strahlend schönem Spätsommerwetter veranstalteten Leiterin Andrea Gellert und Team ein buntes Abschlussfest mit "Apfeltag" und anderen Attraktionen für Jung und Alt. Die Gerätschaften der Apfelsaft-Manufaktur Auer aus Ronsdorf waren für sich schon ein Blickfang. In einer historischen Obstmühle "Anno 1925", angetrieben durch einen Traktor aus den 50er Jahren, wurden die Äpfel geschnetzelt. Wie das Geschnetzelte zu Saft verarbeitet wird, konnten Besucher hautnah erleben, wenn Harald Auer auf den Anhänger stieg und die große, manuell betriebene Presse, in Bewegung setzte.
Shop und Café geöffnet
Museums-Café und Museums-Shop bleiben bis Mitte November erst einmal geöffnet.
Zu Kindergeburtstagen können Feiern (ohne Zeittunnel-Führung) gebucht werden.
Zeittunnel Wülfrath, Hammerstein 5. Tel. 02058 894644.
Email zeittunnel@stadt-wuelfrath.de
Das frische, durstlöschende Produkt fand nicht nur bei den Radlern vom Panorama-Radwanderweg, die eine "Apfelsaftpause" einlegten, reißenden Absatz. Wer wollte, konnte Äpfel von Streuobstwiesen der Region erstehen. Unter den alten Apfelsorten fiel besonders "Kaiser Wilhelm" ins Auge. Vom Angebot, aus mitgebrachten Äpfeln Saft pressen zu lassen, wurde kaum Gebrauch gemacht.
Experte erkennt "Jakob Lebel"
"Dürfen wir mal fragen, was das für Äpfel sind. Sie stammen aus unserem Garten", packten Ulrike Kösters und Michael Steinbach, auf Fahrradtour aus Essen-Werden, stattdessen ihr Proviant aus. Uhu-Experte Detlef Regulski, der sich in vielen Bereichen der Natur auskennt, klärte auf. "Das sind 'Jakob Lebel', sogenannte Kulturäpfel. Die wurden bereits im vorletzten Jahrhundert entdeckt."
Im Museums-Café lockten in herrlichen Variationen Apfelkuchen und Apfeltorten. "Es hat sich herumgesprochen, dass wir immer frischen Kuchen haben", sagte Gellert zufrieden lächelnd. Ein weiterer Renner vor dem Café war frisch aus Bio-Kürbis und Äpfeln zubereitete wohlschmeckende Kürbissuppe.
Andrang an der Kasse
An der Zeittunnel-Kasse herrschte immer wieder Andrang nach Eintrittskarten, Museumshop-Artikeln sowie Helmen, Hammer und Meißel für den Klopfplatz. Leute saßen essend und trinkend unter Sonnenschirmen und auf der Zeittunnel-Bühne. Vom Klopfplatz klang das vertraute Geräusch emsig hämmernder Kinder.
" Solche Tage sind immer so ein Highlight. Sie machen Spaß und man ist glücklich. Wir hatten am Wochenende über 1000 Besucher", zog Andrea Gellert strahlend Bilanz. Besonders gefreut habe sie auch, wie Leute auf dem Panorama-Weg erst guckten, was da wohl los sei, hielten, zurück radelten, um dann am Zeittunnel einzukehren.
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