Wülfrath: Aus die Maus
VON R. MAIROSE-GUNDERMANN - zuletzt aktualisiert: 22.11.2007Düsseldorf (RPO). Eine Sonderausstellung im Museum wird am Samstag eröffnet: Von Mäusen, Menschen, Mausefallen.
Der Trägerverein hofft auf viele Besucher und neue Mitglieder.Eine riesige Mausefalle vor dem Niederbergischen Museum macht neugierig auf die Sonderausstellung, „Aus die Maus“, die in dem Haus an der Bergstraße am Samstag, 24. November, 11 Uhr, eröffnet wird. Der Untertitel lautet „Von Mäusen, Menschen, Mausefallen“. Mit vielfältigen lebenspraktischen Exponaten, erklärenden Texten und einem beispielhaften Begleitprogramm geht sie der Frage nach, ob Mäuse nun possierliche Haustierchen oder ungeliebte Plagegeister sind.
Es ist die erste große Ausstellung, seit das Museum in die Verantwortung des Trägervereins übergegangen ist. Der Vorstand sieht in „Aus die Maus“ denn auch nicht nur ein museales Highlight für Erwachsene und Kinder, sondern eine Möglichkeit, weitere Mitglieder zu gewinnen wie auch „eine Werbeveranstaltung für die Stadt“.
Bis zum 2. März
Die Ausstellung dauert vom 24. November bis zum 2. März
Schulklassen können eine Führung mit anschließendem Bastelprogramm buchen.
Eintritt: Am Tag der Ausstellungseröffnung und jeden 1. Sonntag, freier Eintritt. Sonst (gilt für 2007) Erwachsene 2,50 Euro/ ermäßigt 1,50 Euro, Familien sechs Euro, Kinder über sechs Jahre 1,50 Euro.
Normale Öffnungszeiten: Mittwoch, Samstag, Sonntag, 14.30-17 Uhr.
Niederbergisches Museum, Bergstraße 22, Tel. 02058 7826690.
Sammlung kommt aus Eppingen
Die Exponate – Mäusefallen und Grafiken– stammen aus der Sammlung Frank Dähling-Jütte, Eppingen. Die Ausstellung wurde konzipiert von Dr. Jürgen Weißer, damals Braith-Mali-Museum in Biberach. Für den Trägerverein hat Andrea Gellert, Museumsabteilung der Stadt Wülfrath, die Konzeption auf das Niederbergische Museum übertragen, verfeinert und durch zusätzliche Exponate aufgewertet.
„Die Ausstellung passt sehr schön zur ‚Bäuerlichen Alltagskultur‘ des Museums“, betonte Gellert gestern im Pressegespräch. Über 100 historische Mäuse- und Rattenfallen geben ein Bild von dem fortwährenden Kampf zwischen Menschen und den alles anknabbernden Nagern. „In Zeiten von Lebensmittelknappheit konnte das sogar eine Frage des eigenen Überlebens sein, besonders wenn Mäuseplagen die mühsam zusammengetragenen Vorräte bedrohten“, sagte Andrea Gellert. Der Fantasie, den Tieren effektiv den Garaus zu machen, waren offenkundig keine Grenzen gesetzt, wie die unterschiedlichsten Fallen zeigen. Die Ausstellung beschränkt sich indes nicht auf Fangautomaten, Reusen- oder Torsionsfallen. Sie informiert über die verschiedenen Mäusearten und deren Rolle im biologischen Gleichgewicht sowie ebenso über den Umgang mit den Nagern in Sagen und Märchen, bis hin zu Mickey Mouse und Diddle-Maus. Wülfrather Mäusefans sind aufgefordert, „ihre Lieblingsmäuse“ dem Museum für die Ausstellungsdauer zur Verfügung zu stellen.
Buntes Begleitprogramm
Das Begleitprogramm ist höchst bemerkenswert. Es gibt Weihnachtsgeschichten mit der Maus am gemütlichen Kaminfeuer (11. Dezember), Filmnächte, „Von Mäusen und Menschen“ (14. Dezember) und „Katz und Maus“ (11. Januar). Auf dem Programm stehen „Basteln rund um die Maus“ und Bergisches Frühstück mit Kinderprogramm, „Märchen von Mäusen und Menschen“.
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