Mettmann: Aus Schülern werden Musical-Stars
VON SABINE SCHÖLLING - zuletzt aktualisiert: 21.10.2008Düsseldorf (RPO). Für das Musical Streetlight, das am Mittwoch und Donnerstag in der Neandertalhalle aufgeführt wird, laufen die Proben auf Hochtouren. 250 Jungen und Mädchen werden mit auf der Bühne stehen. Auch hinter den Kulissen hält das Projekt „Stark ohne Gewalt“ die Kids in Atem.
Ein starkes Stück, das geboten wird! Und noch stärker, dass es geboten wird. Das Musical „Streetlight“ wird am Mittwoch und Donnerstag in der Mettmanner Stadthalle aufgeführt. Über 250 Mitwirkende Schüler von drei Mettmanner Schulen proben im Rahmen des Projekts „Stark ohne Gewalt“ intensiv dafür mit Unterstützung eines international besetzten Teams von „Gen Rosso“. Gestern sah es in der Carl-Fuhlrott-Realschule aus wie in einer großen Casting-Agentur.
Elf Arbeitsgruppen gaben sich den letzten Schliff für die Aufführungen in dieser Woche und probten für Gesang, Hip-Hop, die „Gang“-Darsteller, brasilianischer Tanz, Chor 1 und 2, Schauspiel, Bühnengestaltung, Tontechnik, Lichttechnik, Band und Orchester. Tänzer und Trainer Bart Ostia ließ eine ganze Halle voller Schüler synchron tanzen, nebenan trainierte Adelson Oliveira, ebenfalls von „Gen Rosso“ seine Hip-Hop-Gang.
Wo und wann
Wann: Am Mittwoch und Donnerstag abend jeweils um 18 Uhr finden die Aufführungen des Musicals „Streetlight“ statt. Mehr als 250 Schüler wirken mit an dem Musical.
Wer: Die Erich-Kästner Schule, die Anne-Frank-Schule und die Carl-Fuhlrott-Realschule präsentieren das Stück als Gemeinschaftswerk des Projekts „stark ohne Gewalt“. 18 Trainer und choreografen von „Gen Rosso“ arbeiteten mit den Schülern am darstellerischen Teil des Musicals.
Sponsor: Die Caritas unterstützt dieses Projekt in Mettmann. Die Gesamtkosten hierfür betragen 45.000 Euro.
Disziplin und Konzentration waren unerlässlich, denn gesprochen wurde englisch und mit Händen und Füßen. Tänzer, die nach der Pause in ihren Raum eilten, Sänger, die sich ihre Texte aufschrieben, Techniker, die den Check machten und Lehrer, die ihre Schüler betreuten und dolmetschten – dieses bunte Treiben ist das Ergebnis der Lehrerkonferenz, die sich zu diesem Mammutprojekt entschlossen hatte. Projekte gegen Gewalt sind an fast allen Schulen bereits obligat. Hier findet das Thema eine besonders kunstvolle Präsentation, aber vor allem der Weg zum Ergebnis ist an sich schon das Ziel.
Denn Schüler verschiedener Schulen werden miteinander konfrontiert und haben ein gemeinsames Ziel, das zu Erreichen, eine echte Teamarbeit erfordert – friedlich und ohne Vorbehalte. Lehrerin Andrea Hober betrachtet dies als soziales Lernen, „Nicht nur das Endprodukt zählt, sondern auch die Vorarbeiten!“.
Das Endprodukt ist eine Story mit Gesang und Tanz - ein Musical eben, das Lehrerin Ursula Finck als aktualisierte Version der legendären „West-Side-Story“ beschreibt: In Chicago gerät das Mädchen Lisa zwischen zwei rivalisierende „Gangs“ und wird getötet.
Es soll gerächt werden. Ein Junge der friedlichen Gang „Streetlight“ verliebt sich fatalerweise in ein Mädchen der „bösen“ Gang und eine weitere Gruppe, die „Devils“ taucht auf und mischt mit im Stück um Freundschaft, Liebe, Rache und Verzeihen. Themen, die in der West-Side wie auch in Mettmann und überall auf der Welt den Menschen begegnen.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.