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Erkrath: Ausgezeichnete Arbeit

VON MANFRED MÜSCHENIG - zuletzt aktualisiert: 26.08.2009

Düsseldorf (RPO). Seit drei Jahren wird bei der Erkrather Firma Daten Partner die "Mutmach-Tasche" des gemeinnützigen Vereins Susan G. Komen Deutschland gepackt. Die Tasche enthält diverse Infomaterialien zum Thema Brustkrebs.

Geschäftsführerin Susanne Schödel vom Verein Susan G. Komen Deutschland e.V. (2.v.r.) mit Helfern und Sponsoren im Erkrather Betrieb Daten Partner. Seit drei Jahren werden dort Info-Taschen für Brustkrebs-Patientinnen befüllt und verschickt.   Foto: RPO
Geschäftsführerin Susanne Schödel vom Verein Susan G. Komen Deutschland e.V. (2.v.r.) mit Helfern und Sponsoren im Erkrather Betrieb Daten Partner. Seit drei Jahren werden dort Info-Taschen für Brustkrebs-Patientinnen befüllt und verschickt. Foto: RPO

Warum wird eine Auszeichnung, die einem Verein mit Sitz in Frankfurt zugedacht ist, ausgerechnet in Erkrath überreicht? Weil ein Erkrather Unternehmen großen Anteil am Erfolg dieses Projektes hat, dem die Auszeichnung gewidmet ist. Die "Pinkfarbene Mutmachtasche" des gemeinnützigen Vereins Susan G. Komen Deutschland wurde 20009 als eines von 365 Projekten von der Standortinitiative "Deutschland – Land der Ideen" ausgezeichnet. Die Tasche enthält diverse Infomaterialien zum Thema Brustkrebs. Gepackt wurde sie, jetzt schon im dritten Jahr, bei Daten Partner an der Schlüterstraße in Erkrath.

Und da die Nachfrage nach dieser Tasche enorm gestiegen ist (2007 wurden 70000 Stück gepackt), haben diesmal beim Mitmachtag auch ehrenamtliche Helferinnen von Susan G. Komen e.V. mitgeholfen. Dr. Rainer Holler von der Deutschen Bank in Frankfurt, die die den Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" fördert, hat die Urkunde während des Mitmachtages in Erkrath stellvertretend für den Bundespräsidenten überreicht.

Info

Der Verein

"Susan G. Komen Deutschland e.V." wurde 1999 als deutsche Vertretung von Susan G. Komen for the Cure (USA) gegründet.

Der Verein finanziert modellhafte Projekte zur Heilung von Brustkrebs und betreibt Aufklärungskampagnen.

Er ist als gemeinnützige Organisation anerkannt.

2007 wurde erstmals die "Pinkfarbene Mutmachtasche" in einer Auflage von 7000 Stück ausgegeben, 2008 waren es schon 10000 Stück.

Die Idee dieser Infotasche stamme von Irene Menzel, der langjährigen Vorstandsvorsitzenden von Susan G. Komen Deutschland, berichtete Susanne Schödel, Geschäftsführerin des Vereins. Selbst von der Krankheit betroffen, habe Irene Menzel im Krankenhaus festgestellt, dass es zwar jede Menge Informationsmaterial für junge Mütter und den Umgang mit Neugeborenen gibt, entsprechende Hilfen für Brustkrebspatientinnen aber fehlten. So machte sich der Verein daran, mit Hilfe von Sponsoren ein Informationspaket zu schnüren: eine Ausgabe des Brustkrebsmagazins MammaMia ist ebenso enthalten wie das Buch "Brustkrebs, Wissen gegen Angst" von Lilo Berg und diverse weitere Infomaterialien.

"Unentgeltlich und ehrenamtlich steckt in dem Info-Beutel sehr viel Engagement, Kraft und Zukunft, um mit der Diagnose Brustkrebs besser umgehen zu können", stellte Rainer Holler einen Grund für die Auswahl des Vereins als einen von 365 Preisträgern unter 2000 Bewerbern heraus. "Gleichzeitig werden alle Frauen für dieses Thema sensibilisiert, damit die bösartige Krankheit nicht ignoriert wird, sondern ins Bewusstsein dringt und so zukünftig frühzeitig erkannt werden kann", sagte Holler. "Wir sind stolz, ein ausgewählter Ort im Land der Ideen zu sein und dadurch viel Anerkennung für unsere Arbeit bei der Aufklärung über Brustkrebs zu erfahren", bedankte sich Susanne Schödel.

Ein Dank ging auch an das Unternehmen DHL, das von Anfang an das Konfektionieren und den Versand der Taschen übernommen hat. Dr. Andreas Tautz von der DHL sicherte auch weiterhin seine Unterstützung zu.

Bedarf an den Mutmachtaschen dürfte weiter vorhanden sein: Immerhin werden allein in Deutschland Jahr für Jahr etwa 55 000 Frauen mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert.

Quelle: RP

 
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