Erkrath: Autoren aus dem Kreis lesen
VON GUNDEL SEIBEL - zuletzt aktualisiert: 13.11.2009Düsseldorf (RPO). Zwölf Frauen und Männer präsentieren ihre persönlichen Kurzgeschichten in der Stadtbücherei. Autorin und Redakteurin Pia Helfferich aus Heiligenhaus hat die Veranstaltung initiiert. Demnächst erscheint ein Buch.
Zwölf Autorinnen und Autoren aus dem Kreis Mettmann haben in der Stadtbücherei Erkrath im Kaiserhof ihre zum Teil sehr persönlichen Kurzgeschichten vorgelesen. Im Rahmen der Aktionswoche "Deutschland liest" wurde diese literarische Veranstaltung durchgeführt. Die Initiative ging von der Autorin und Redakteurin Pia Helfferich aus Heiligenhaus aus.
Vor einem Jahr hatte sie die Menschen aus dem Kreis Mettmann aufgerufen, ihr Kurzgeschichten und Gedichte zu schicken. Eine verblüffende Vielfalt tat sich für Pia Helfferich auf. Die Texte hat sie in dem Buch "Worte im Kreis – eine Anthologie" zusammengefasst. In den nächsten Wochen wird das Buch im Handel erhältlich sein. Eigentlich sollte es schon bei der ersten Lesung im Erkrather Kaiserhof zur Verfügung stehen. Aber wegen technischen Verzögerungen wird das Buch erst bei der nächsten zur Verfügung stehen.
Tipps
Pia Helfferich gibt in ihrem neuen Buch auch Tipps über Veranstaltungen zu Literaturkreisen und Autorenvereinigungen in der Region. Das Kulturamt des Kreises Mettmann fördert das Buchprojekt. www.piahelfferich.de
Einer der Autoren ist der Hochdahler Künstler Erhard Löblein. Der schreibt nicht nur Kurzgeschichten, sondern ist als Maler weit über Erkraths Grenzen hinaus bekannt geworden. In seinem Atelier am Schlickumer Weg konnte schon so mancher Besucher der Künstleraktion "Offenen Atelier" seine Werke bewundern.
In Erkrath las Löblein die Kurzgeschichte "Fremde Frau im Haus". Auf ergreifende Weise geht er auf das Thema Demenz und/oder Schizophrenie ein. In der jetzt zu veröffentlichenden Anthologie ist diese Geschichte jedoch nicht abgedruckt. Die andere Geschichte war zu lang und hätte den Vorlese-Abend gesprengt.
Eine verblüffende Kurzgeschichte mit dem Titel "Sternenkinder" trug Ute Mrozinski vor. Dabei ging es nach Utopia- und Weltraumbewohner-Manier um nichts Geringeres als die Weihnachtsgeschichte, spannend auch für Kinder. Hervorragend vorgetragen hat die Autorin ihre Geschichte zudem. Beeindruckend war die Geschichte "Sonntagskinder" von Ulrich Schuster. Der Autor erzählte vom Erleben und Erleiden von Scheidungskindern, wie Eltern um die Kinder buhlen und wie wenig Kinder das alles verstehen können. Eine ganz andere Kurzgeschichte las Reinalde Wahnrau-Sander. Autobiografisch war diese, eine erlebte Kriegserzählung. Dabei ging es nicht nur um erfahrenes Leid, sondern auch um das Bemühen um Vergeben.
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