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Erkrath: „Kommt bald wieder“

VON STEPHANIE JOSST - zuletzt aktualisiert: 02.12.2006

Düsseldorf (RPO). ‘ REPORTAGE Düsseldorfer Profis von Rhein Fire trainierten Flag-Football-AG.

Team-Botschafter werben für einen eher unbekannten Rasensport.
Die Profis Peter Heyer (mit Trikot) und Richard Yaney umringt von begeisterten Fans der Flag-Football-AG des Gymnasiums Hochdahl.  Foto: RPO
Die Profis Peter Heyer (mit Trikot) und Richard Yaney umringt von begeisterten Fans der Flag-Football-AG des Gymnasiums Hochdahl. Foto: RPO

Als zwei junge Männer in Richtung der Sporthalle Rankestraße eilen, gucke einige Schüler etwas verwundert. Der eine groß und kräftig mit Football-Trikot und der zweite kaum schwächer, aber etwas kleiner. in legerer Kleidung, erregen Aufsehen. „Das sind bestimmt die beiden Footballer“, schallt es aus einer Ecke. Und wahrhaftig, Peter Heyer und Richard Yancy sind Profis beim Düsseldorfer NFL-Europe (National Football League)-Team von Rhein Fire und besuchen die H-Town Panthers, die Flag-Football Arbeitsgemeinschaft des Gymnasiums Hochdahl.

Ganz nach amerikanischem Vorbild arbeiten die momentan verletzten Spieler als Team-Ambassadors (zu denglisch Team-Botschafter und) gastieren in Schulen, um die Jugend für den in Deutschland noch eher unbekannteren Rasensport zu begeistern. „Wir wollen ein paar Spielzüge trainieren und den Teenies noch ein paar Tricks beibringen“, betont Heyer, der gerade von Autogrammjägern umlagert wird.

Info

Flag-Football

Flag-Football hat wie sein großer Bruder American Football ein kompliziertes Regelwerk.

Es unterscheidet sich vor allem durch den fehlenden Körperkontakt.

Der Ballträger wird nicht zu Boden gebracht, sondern durch das Abreißen einer seiner Flaggen gestoppt, die an einer Art „Gürtel“ um die Hüften gebunden sind.

Die H-Town Panters trainieren jeden Mittwoch von 13.30 bis 15 Uhr in der Sporthalle des Gymnasiums an der Rankestraße.

Assistent der Stars

Die 16-köpfige Mannschaft der Gymnasiasten trainiert schon seit fünf Jahren mit Sportlehrerin Andrea Lorenz als TC (Teachercoach), wie es auf dem neuen Trikotsatz steht. Headcoach (HC) ist Zwölftklässler Sebastian Koch, der zwar nie selbst Football gespielt hat, aber seit über einem Jahr das Training leitet. Er war es auch, der die Spieler vom Rhein nach Hochdahl geholt hatte. Heute leitet er das Training gemeinsam mit den beiden Fire-Stars.

Doch zwei Profi-Sportler bleiben auch in der Turnhalle nicht ohne Aufsehen. Während die Nachwuchs-Kicker alle etwas schüchtern ihren beiden Vorbildern zuhören, bildet sich eine große Schülertraube um die Lücke im Trennvorhang, so dass Sportlehrer Jürgen Trostorf alle Mühe hat, die „Zaungäste“ für die Unterrichtsstunde Badminton zu motivieren. Die Panthers sind nervös. Die drei Coaches geben die Kommandos. Endlich kann es losgehen. „Ready go.“ Das lässt sich Tobias nicht zweimal sagen, fetzt los und schnappt sich den Ball. Der 14-Jährige in der roten Sporthose spielt bereits bei den Düsseldorf Panthers, dem Nachwuchsbereich von Rhein Fire und ist selbst ein halber Profi. „Das Spiel verlangt Schnelligkeit und Gewandtheit“, plaudert Kenner Yancy aus dem Nähkästchen. „Da körperliche Kraft nicht gegen den Gegner angewandt werden kann, können unterschiedliche Gewichtsklassen gegeneinander antreten.“

So kommt es, dass bei den Hochdahler Panthers auch zwei Mädchen mit an Bord sind. Katrin und Yxin lassen sich von den Jungs nichts gefallen. „Ready go“, ruft Yancy wieder und passt den Football. Eine der Schülerinnen rennt los und umspielt geschickt ihren Gegenspieler. „Super“, lobt der Abwehrspieler, der seit 2002 beim „Rhein-Feuer“ dabei ist und schon bei den San Francisco 49ers spielte. Am Ende sind alle 16 Gymnasiasten müde und verschwitzt, dafür aber um eine Erfahrung reicher. „Einige spielen schon sehr gut“, lobt Yancy die Truppe und verabschiedet sich. „Kommt doch bald mal wieder“, rufen die Schüler ihren Idolen noch hinterher.

Quelle: RP

 
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